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Mercedes-Benz will eigene Autohäuser in Deutschland loswerden

(dpa) Mercedes-Benz hat seine unternehmenseigenen Autohäuser in Deutschland auf den Prüfstand gestellt. Ein Verkauf wurde nicht ausgeschlossen. Nun ist eine Entscheidung gefallen.

Noch hat Mercedes eigene Autohäuser, diese sollen aber nun verkauft werden.| Foto: Bernd Weißbrod-dpa
Noch hat Mercedes eigene Autohäuser, diese sollen aber nun verkauft werden.| Foto: Bernd Weißbrod-dpa
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Johannes Reichel
von Thomas Kanzler

Der Autobauer Mercedes-Benz will die unternehmenseigenen Autohäuser in Deutschland veräußern. Jede Niederlassung werde dabei individuell geprüft, teilte der Dax-Konzern aus Stuttgart am Dienstag mit. Die Prüfung habe ergeben, dass ein Verkauf Sinn mache. Zuvor hatte «Bild» darüber berichtet. Das Unternehmen verwies darauf, dass die konzerneigenen Autohäuser profitabel seien. Mögliche Käufer müssten demnach mehrere Voraussetzungen nachweisen - darunter Handelsexpertise, unternehmerische Kompetenz, wirtschaftliche Stärke, Investitionsbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber Arbeitnehmervertretungen.

Die Standorte würden nicht als Ganzes an einen Erwerber übergeben, hieß es. An reine Finanzinvestoren solle nicht verkauft werden, hatte das Unternehmen im Januar mitgeteilt. Betroffen sind nach früheren Angaben von Mercedes-Benz etwa 8.000 Menschen in Deutschland, die in rund 80 Betrieben beschäftigt sind. Es werde keine Kündigungen geben, sondern auf den Erhalt der Stellen in Deutschland abgezielt, hieß es im Januar. Während des Prozesses sei eine enge Abstimmung mit dem Betriebsrat geplant.

Nachdem sich Mercedes erst mit den PKWs aus dem Taxigeschäft zurückgezogen hat und bald auch die Vans mit dem Stern nicht mehr als Taxi angeboten werden will der Stuttgarter Autokonzern nun scheinbar gar keinen direkten Kontakt mehr zum Kunden - ob das die richtige Strategie für den deutschen Markt ist?

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