Mercedes-Benz gewährt erste Einblicke in die neue A-Klasse

Das neue Modell bietet mehr Platz und ein völlig freistehendes Widescreen-Display.

Mini-S-Klasse: Das Interieur orientiert sich an den ganz großen Geschwistern. | Foto: Daimler
Mini-S-Klasse: Das Interieur orientiert sich an den ganz großen Geschwistern. | Foto: Daimler
Gregor Soller

Nachdem die bisherige A-Klasse im Gegensatz zu ihren Vorgängern nicht gerade für Raumökonomie bekannt war, sich aber wegen schicker Optik trotzdem sehr gut verkauft. Also behält Daimler die Optik bei und sorgt für etwas mehr „Raum“. 

In vielen anderen Details orientiert sich die A‑Klasse an den Oberklasse-Fahrzeugen von Mercedes-Benz. So stammt das multifunktionale Lenkrad aus der S‑Klasse. Und auch bei den Vordersitzen halten mit Sitzklimatisierung, Massagefunktion und Multikontursitz Komfortausstattungen aus höheren Segmenten Einzug. Die Zierteile sind im „Wrap-Around“-Design ausgeführt und unterstreichen durch die Materialwahl (etwa offenporige Hölzer) die Positionierung als progressiv und hochwertig.

Doch wie gesagt: Daimler wollte ja Platz schaffen, konkret: mehr Schulterraum (vorn +9 mm, hinten +22 mm), Ellenbogenbreite (vorn +35 mm, hinten +36 mm) und Kopffreiheit (vorn +7 mm, hinten +8 mm). Dazu kommt ein einfacherer Einstieg in den Fond. Der Kofferraum fasst jetzt 370 Liter –29 Liter mehr als beim Vorgänger. Die Ladeöffnung fällt dank zweigeteilter Heckleuchten 20 cm breiter aus als bisher, zugleich ist der Boden des Kofferraums 11,5 cm länger. Auf Wunsch lässt sich ferner die Fondlehne steiler stellen, damit beispielsweise sperrige Kartons verstaut werden können. Auch die Rundumsicht wurde deutlich verbessert: um rund zehn Prozent.

Das völlig freistehende Widescreen-Display sorgt für Modernität. Erhältlich ist es in drei Ausführungen: mit zwei 7-Zoll (17,78 cm), mit einem 7- und einem 10,25-Zoll- und mit zwei 10,25-Zoll-Displays (26 cm). Bei den beiden letztgenannten Varianten setzt Mercedes-Benz Verbundglas-Technologie („Bonded Glass“) ein. Auch die Integration der Klimaanzeige in den Zentral-Bildschirm trägt erheblich zur klaren Linie des Cockpits bei. Die Klimabedienung erfolgt über horizontale Schaltwippen des Klimabediengerätes oder über das entsprechende Menü auf dem Bildschirm.

Und motorisch? Tut sich auch etwas: Neben den Verbrennern plant Daimler künftig auch wieder elektrifizierte A-Klassen.

Was bedeutet das?

Daimler setzt auf Eleganz in der Kompaktklasse - auch, um höhere Preise zu gerechtfertigen. Die neue A-Klasse ist gegenüber dem Vorgänger keine Revolution, aber eine sinnvolle Evolution. 

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