Mercedes-Benz: Daten, die Leben retten - nicht nur in London

Als eine der ersten europäischen Städte erforscht London, wie Daten aus Fahrzeugen, angefangen bei den Daten der Mercedes-Benz Fahrerassistenzsysteme, die Straßen der Stadt für alle sicherer machen können. Insbesondere für Fußgänger und Radfahrer.

Sichere Straßen in London: Mercedes-Benz Road Safety Dashboard soll dazu beitragen. Grafik: Daimler AG
Sichere Straßen in London: Mercedes-Benz Road Safety Dashboard soll dazu beitragen. Grafik: Daimler AG
Nadine Bradl

Städte sicherer machen, schwere Unfälle bereits im Vorfeld verhindern. Das ist das Ziel der Transport for London (TfL) und einem Team des Bereichs Urban Mobility Solutions (UMS) der Mercedes-Benz AG. Gemeinsam wurde das „Mercedes-Benz Road Safety Dashboard“ entwickelt. Das digitale Tool kann auf mögliche innerstädtische Gefahrenstellen hinweisen, bevor überhaupt ein Unfall passiert.

„Wir bekennen uns zu unserer Vision Zero-Strategie, die darauf abzielt, bis 2041 alle schweren oder tödlichen Unfälle aus den Straßen Londons überwunden zu haben. Die Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz hilft uns, neue datengestützte Technologien zu entwickeln, die uns diesem Ziel näherbringen“, sagt Rikesh Shah, Head of Commercial Innovation bei Transport for London.

Angesichts der technologischen Fortschritte sei es essenziell, immer wieder darüber nachzudenken, wie Londons Straßen sicherer gemacht werden können. 

Und so funktioniert´s

Das „Mercedes-Benz Road Safety Dashboard“ basiert auf Einzelmeldungen aus Fahrerassistenzsystemen, die heute in nahezu allen Mercedes-Benz Baureihen angeboten werden. Die Systeme können bei vielen Gefahrensituationen im Straßenverkehr eingreifen und auch die Schwere möglicher Kollisionen mindern oder sogar ganz vermeiden. Kommt es in einem bestimmten Verkehrsbereich zu einer Häufung dieser Eingriffe, lohnt sich ein genauerer Blick.

Basierend auf den Einzel-Meldungen an derselben GPS-Position werden potenzielle Unfallschwerpunkte automatisch identifiziert und mit einem intelligenten von Mercedes-Benz Ingenieuren entwickelten Algorithmus analysiert.

„Wir wissen inzwischen, dass wir Stadtplanern einen großen Mehrwehrt mit den Daten bieten, die wir zur Verfügung stellen. Denn auf dieser Basis können sie wichtige Entscheidungen zur Verkehrssicherheit treffen“, sagt Daniel Deparis, Leiter Urban Mobility Solutions bei Mercedes-Benz. 

Die Schwächsten im Fokus

Die anonymisierten Fahrzeugdaten aus den Assistenzsystemen werden mit zusätzlichen Daten der Stadt London angereichert. Dazu gehören die vorhandene Verkehrsinfrastruktur wie Ampeln oder Zebrastreifen, Informationen zu bereits geschehenen Unfällen, sowie die Fahrzeug-, Radfahrer- und Fußgänger-Dichte. So wird auf dem Dashboard sichtbar, wo gehandelt werden sollte. Dabei stehen vor allem die schwächsten Verkehrsteilnehmer im Fokus: Fußgänger und Radfahrer. Riskante Situationen in Zonen rund um Schulen, Kindergärten und Universitäten werden in London daher besonders intensiv beobachtet.

Mercedes-Benz Urban Mobility Solutions kann in das Dashboard weitere Features wie Messung des Verkehrsaufkommens oder die Warnung vor glatten Straßen integrieren. Jetzt, nach dem erfolgreichen Einsatz in London, laufen bereits in mehreren großen und mittleren europäischen Städten entsprechende Projekte über eine passgenaue Einführung des „Road Safety Dashboards“ an, teilt Mercedes-Benz mit.

Die Grundlagen

Dank Sensorik wie Ultraschall, Radar aber auch Stereokameras können Objekte im Umfeld des Fahrzeugs erkannt werden: im Erfassungsbereich sind das vorausfahrende, querende, sich von hinten nähernde Fahrzeuge oder sogar entgegenkommende – aber auch Fußgänger, Straßenmarkierungen und verschiedene Arten von Verkehrszeichen.

Erfolgt eine akustische und optische Warnung oder eine autonome Notbremsung, wird diese Information in die Mercedes Intelligent Cloud gesendet und anonymisiert. Zwei Algorithmen arbeiten die Daten im Backend auf: Zum einen werden GPS-Positionen mit Anhäufungen der Eingriffe identifiziert. Zum anderen werden diese potentiellen Unfallschwerpunkte eingehend analysiert und ein Risikoscore berechnet. Diese Informationen werden im Road Safety Dashboard als digitale Kartenansicht visualisiert.

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