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Mehr Erdgastankstellen

Energieunternehmen wollen den Infrastrukturausbau in Deutschland vorantreiben.

Gerald Linke, Vorrstandsvorsitzender des DVGW, sagt: „Wer es ernst meint mit dem Klima- und Gesundheitsschutz, setzt auf Gas als Kraftstoff.“ | Foto: DVGW/Boris Trenkel
Gerald Linke, Vorrstandsvorsitzender des DVGW, sagt: „Wer es ernst meint mit dem Klima- und Gesundheitsschutz, setzt auf Gas als Kraftstoff.“ | Foto: DVGW/Boris Trenkel
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Redaktion (allg.)

Die Energiewende ohne Verkehrswende sei zum Scheitern verurteilt, sagte der DVGW-Vorstandsvorsitzende Gerald Linke auf dem gemeinsamen Kongress des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und des Vereins Zukunft Erdgas. Prognosen des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts zufolge seien die Emissionen im Verkehrssektor um 3,8 Millionen Tonnen auf 170,6 Millionen Tonnen gestiegen. Der Verkehrssektor verursachte damit etwa ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland.

„Verkehrswende ist Energiewende und Energiewende ist Verkehrswende“, so auch Jürgen Fuhlrott, Leiter Politik und Kommunikation des Erdgas-Transportunternehmens Open Grid Europe. CNG hat eine niedrigere Reichweite als LNG. Für den Lkw-Verkehr reichten 30-40 CNG-Tankstellen in Deutschland aus. Für Standortflotten, deren Fahrzeuge abends wieder nach Hause zurückkehrten, sei ein Betrieb so möglich.

Beim Clean Fuels-Anbieter PitPoint, einer Tochter des Mineralölunternehmens Total glaubt man, der Trend geht von fossilen zu erneuerbaren Kraftstoffen. Seine Neubauaktivitäten will PitPoint sukzessive weiter ausbauen. Zwar sei CNG das Kerngeschäft, aber das Unternehmen möchte seinen Kunden das ganze Portfolio erneuerbarer Energien anbieten. In der E-Mobilität sieht PitPoint-Geschäftsführer Benjamin Janke die perfekte Ergänzung zu Erdgasantrieben. Er ist überzeugt, dass Erdgasantriebe langfristig Erfolg haben werden. „Ich glaube nicht, dass CNG nur eine Brückentechnologie ist“, so Janke.

Auch das Erdgasförderunternehmen Gazprom setzt auf die Sicherung der Infrastruktur, das heißt auf ein Netz an Erdgastankstellen. Das will das Unternehmen weiter ausbauen, etwa durch die Übernahme von Tankstellen, die geschlossen werden sollen, durch Relocation von Tankstellen oder durch die Errichtung von Flottentankstellen für Betriebshöfe, sofern möglich, so Markus Buggisch, Head of Operations bei Gazprom NGV Europe. Dabei müsse auch die Qualität der Tankstellen stimmen.

Was bedeutet das?

Erdgasmobilität braucht die passende Infrastruktur. Nur so kann die Nachfrage steigen. Wenn es genug Tankstellen gibt, wird das Angebot für Fahrzeughersteller und deren Kunden attraktiver.

(Autor: Anna Schmid/Huss-Verlag)

 

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