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Mega-Deal: Stellantis liefert bis zu 250.000 Fahrzeuge an Sixt

Vollelektrische Fahrzeuge könnten dabei nur eine Nebenrolle spielen.

Freuen sich über den Mega-Deal: v.l. Alexander Sixt, Uwe Hochgeschurtz (COO für den den erweiterten Europabereich bei Stellantis) und Konstantin Sixt. (Foto: Sixt)
Freuen sich über den Mega-Deal: v.l. Alexander Sixt, Uwe Hochgeschurtz (COO für den den erweiterten Europabereich bei Stellantis) und Konstantin Sixt. (Foto: Sixt)
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Claus Bünnagel

Sixt will bis zu 250.000 Stellantis-Fahrzeuge für seine Vermietflotte in Europa und Nordamerika erwerben. Die Vereinbarung umfasst einen Gesamtwert von mehreren Milliarden Euro. Erste Auslieferungen in signifikantem Umfang werden noch im ersten Quartal 2024 erfolgen und sich dann über den weiteren Jahresverlauf erstrecken.

Stadtwagen bis Transporter

Sixt kann dabei unter allen Stellantis-Fahrzeugmarken wählen, darunter Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS Automobiles, Fiat, Jeep, Lancia, Opel, Peugeot, Ram, Vauxhall und Maserati. Außerdem umfasst der Deal Modelle verschiedener Fahrzeugklassen von Stadtwagen über SUV bis hin zum Van- und Truck-Segment einschließlich Sieben- und Neunsitzern – und zwar mit unterschiedlichen Antriebsarten von reinen Verbrennern bis hin zu vollelektrischen Autos. Bei Volumina, die über die bereits für 2024 konkret eingeplanten Liefermengen hinausgehen, können Bestellmengen, Zusammensetzung sowie Liefertermine flexibel je nach Flottenbedarf und der Nachfrage gehandhabt werden.

Nur 6 % vollelektrisch

Anfang Dezember hatte Sixt verkündet, Elektroautos von Tesla ausmustern zu wollen. Für die Entscheidung sollen Restwertverluste bei den E-Autos des US-Herstellers nach dessen massiven Preissenkungen eine besondere Rolle gespielt haben. Derzeit sind lediglich ca. 6 % aller Einheiten in der Mietflotte von Sixt vollelektrisch. Obwohl die neue, umfassende Bestellung bei Stellantis auch im großen Umfang Verbrenner umfasst, bleibe das Ziel des Vermieters bestehen, „den Anteil elektrifizierter Fahrzeuge in Europa bis 2030 auf 70 bis 90 % zu steigern“ – was natürlich auch Hybridfahrzeuge umfasst. Ob das angesichts des neuen Deals mit Stellantis realistisch erscheint, bleibt abzuwarten. Dabei dürfte gerade das Nutzerverhalten eine Rolle spielen, eine zentrale Größe für die Angebotspalette eines Autovermieters.

Weitere Kooperationsmöglichkeiten

Darüber hinaus loten Stellantis und Sixt potenzielle weitere Kooperationsmöglichkeiten in verschiedenen Regionen der Welt aus – beispielsweise bei Mobilisights, dem Data-as-a-Service (DaaS)-Dienst von Stellantis. Mit Mobilisights lassen sich Datenpakete bereitstellen, die auch durch den bayrischen Mietflottenbetreiber für die Entwicklung und Lizenzierung innovativer B2B-Produkte, -Anwendungen und -Dienste genutzt werden können. Im Zuge der Auslieferungen von Stellantis wird die Zahl voll vernetzter Fahrzeuge in dessen Vermietflotte weiter steigen. Damit stehen deutlich mehr Fahrzeuge zur Verfügung, bei denen Telemetriedaten wie Tankfüllung oder Kilometerstand bei der Fahrzeugrückgabe automatisch an den Vermieter übermittelt werden können. Dadurch ist es Sixt möglich, Prozesse an seinen Stationen effizienter zu gestalten und Kunden von kürzeren Bearbeitungszeiten sowie einer besseren Fahrzeugverfügbarkeit profitieren zu lassen.

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