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Me Convention 2019: Die Messe in der Messe

Die Transformation der Messelandschaft findet direkt auf der IAA statt – wo Daimler die „Me Convention“ abhält, die sich thematisch und vom Flair her an der South by Southwest (SXSW) in Austin/Texas orientiert.

Me Convention: Mischung aus Diskussion und Interaktion. | Foto: G. Soller
Me Convention: Mischung aus Diskussion und Interaktion. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Größer könnte der Kontrast kaum sein: Während Daimler in der Festhalle immer noch relativ klassisch seine Luxuskarossen zeigt, veranstaltet der Konzern in Halle eins und an einigen weiteren Locations in Frankfurt seine „Me convention“ – ein unkonventionelles Start-up-Festival mit Diskussionen, prominenten Rednern und der Möglichkeit, einfach mal zu schaukeln oder ein fach einmal Lego zu spielen.

Nach der Eröffnung mit Lewis Hamilton stellt sich Daimler-CEO Källenius im offenen Paneltalk dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen. Ganz anders der Beginn: Wilde Bässe wummerten und man startete eigentlich in einen Club-Abend in dunklem Licht mit bunten Scheinwerfern, die wilde Spots setzten. Die Eröffnungspaarung war so wild wie die Musik: Formel-1-Champ Hamilton wurde von Mathe- und Informatik-Genie Anne-Marie Imafidon interviewt, ebenfalls Britin. Das Thema: „Road To The Best Version Of You” und das sahen beide durchaus unterschiedlich: Imafidon hat ihre Fragen auf einem iPad gespeichert. Dazu konnten die Zuschauer per Me Convention-App ebenfalls Fragen hinzusenden. Dabei starten die Fragen durchaus persönlich, zum Beispiel wer Hamiltons Erzfeind sei, oder wie er zu seinem Weg fand. Der ökologisch nicht vollkommen korrekt sei, wie Hamilton zugeben musste. Dafür hat er auch Vergleiche parat: Eine gesamte Formel-1-Saison mit allen Autos produziere ungefähr so viel Emissionen wie ein Flug nach Australien. Wirklich? Und Hamilton legt nach: Nach dem Rennfahren will er sein Umweltengagement hochfahren. Immerhin: Seit 2017 lebt er vegan und veröffentlichte zuletzt auf Instagram Videos, die die Misshandlung von Tieren bei der Schlachtung zeigten. Er wolle die Plattform und seine Reichweite nutzen, um Leute zu informieren, sagt er zu Imafidon, nicht, um sie zu etwas zu zwingen. Dann war nochmal Zeit für die Fragen aus dem Publikum, bevor die Beats wieder losdonnerten.

Am Ende bleib man etwas ratlos zurück aus einer persönlichen, aber nicht zu scharfen Eröffnungssession – auf Weiteres darf man gespannt sein. Dann doch erstmal eine Runde schaukeln!

Was bedeutet das?

Die Stimmung auf der „Me Convention“ ist so ganz anders als auf der IAA – freier, ungezwungener – was aber auch die Gefahr birgt, ab und an mal in Beliebigkeiten abzurutschen. Doch das Konzept per se spiegelt exakt wieder, in welche Richtung sich eine offene und junge IAA entwickeln könnte.

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