Mazdas Ausblick in die Zukunft

Mazdas dezente Design-Reize: Ikuo Maeda, Chefdesigner bei Mazda, erklärte in Tokio die weiterentwickelte Formensprache.

Ikuo Maeda, erklärt, wie er das Mazda-Design weiterentwickeln möchte. | Foto: Mazda
Ikuo Maeda, erklärt, wie er das Mazda-Design weiterentwickeln möchte. | Foto: Mazda
Gregor Soller

Nicht nur motorisch (Elektromobilität, Skyactiv-X-Selbstzünder), sondern auch optisch will Mazda wieder einen Schritt weitergehen: „Die nächste Generation von Mazda-Fahrzeugen wird mit einer Optik auftreten, die eleganter ist als je zuvor und dabei dennoch jene für den Mazda-Stil charakteristische Vitalität aufweisen.“, erklärt Ikuo Maeda, Chefdesigner bei Mazda, die neue Optik.

Dabei soll die japanische Leitkultur das Mazda-Design bestimmen. Dazu bezieht sich Maeda auf die Wurzeln in der klassischen japanischen Ästhetik – eine dezente „Schönheit“, die laut Mazda subtil und zurückhaltend, aber auch reichhaltig und üppig sein kann. Überflüssige Elemente fallen weg, nur noch das Wesentliche bleibt übrig. Wie das auch aussehen könnte, zeigte man mit der Modellstudie Vision Coupé, einem knapp fünf Meter langen Gran Turismo, der auch schon konkrete Hinweise auf die nächste Generation der Baureihe 6 geben könnte.

Die japanische Gestaltungsphilosophie zieht Maeda auch ins Interieur. Hier verfolgt der Chefdesigner das japanische Konzept ,ma’, was man mit „Konzept des Raumes“ übersetzen könnte. Damit meint er traditionelle japanische Architektur, bei der Innen- und Außenwelt verbunden sind. Außerdem schafft man so ein üppigeres Raumgefühl, was sich bei künftigen, autonom fahrenden Modellen eher noch verstärken könnte.

Die immer größeren Displays sieht Maeda übrigens kritisch: Sie können zu einer Barriere werden und das Sichtfeld und Raumgefühl der Reisenden einschränken. Daher hat man einen durchsichtigen Bildschirm entwickelt, der nur dann als Display fungiert, wenn er benötigt wird. Dabei will der Konzern eine Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug schaffen, wie sie einst bei Pferd und Reiter herrschte. „Ausgehend von dieser Vision haben wir neue Methoden entwickelt, die den Abstand zwischen Fahrer und Fahrzeug verringern und es ihm erlauben, das Auto so intuitiv zu bedienen, als wäre es ein verlängerter Körperteil“, erklärte Maeda.

Dazu gehört auch, dass das Cockpitlayout des Mazda Vision Coupé symmetrisch gestaltet wurde, mit dem Lenkrad in der Mitte. So soll der Fahrer die zentrale Achse des Fahrzeugs jederzeit wahrnehmen und das Auto möglichst intuitiv bedienen können.

Was bedeutet das?

Mazda entwickelt sich weiter - nicht nur technisch, auch optisch, wie man in Tokio zeigte.

Printer Friendly, PDF & Email