Mazda Skyactiv-X: Was kann das Motorenkonzept?

Das Magazin Auto Motor und Sport hat Mazdas Skyactiv-X-Ottomotor mit Kompressionszündung mit unterschiedlichen Motorenkonzepten anderer Hersteller verglichen. Darunter einem Diesel, einem Turbo-Benziner und mit einem Hybriden.

Der Mazda 3 mit Skyactiv-X-Motor musste gegen andere Motorenkonzepte antreten. | Foto: Mazda
Der Mazda 3 mit Skyactiv-X-Motor musste gegen andere Motorenkonzepte antreten. | Foto: Mazda
Gregor Soller

Die Motorpresse hat ihrem Namen mal wieder alle Ehre gemacht und in einem aufwendigen Verfahren vier Motoren auf ihre Verbräuche hin getestet – in einem komplexen Messverfahren und mit unterschiedlichen Belastungszuständen. Es galt zu ermitteln, wie sparsam Mazdas neuer Skyactive-X-Motor im Vergleich zur Konkurrenz ist. Immerhin verspricht Mazda Benzinverbräuche auf Dieselniveau.

Deshalb musste der Mazda 3 gegen einen Audi A3 40 TSFI quattro, einen Toyota Corolla Touring Sports Hybrid und einen Mercedes-Benz A 220 d antreten. Am Ende war das Ergebnis klar: In der Summe kam der Mazda Skyactive-X nicht an die Dieselverbräuche des Daimler heran, der sich über alle Fahrprofile gemittelt mit 6,0 l/100 km Diesel beschied. Der Mazda brauchte 6,6l/100 km Super und zog damit gleich mit dem Toyota Hybrid. Und zwar absolut gleich: Beide Autos verbrauchten in den jeweiligen Fahrprofilen (Pendler, Eco, Sport und Autobahn) jeweils genau gleich viel. Der Audi trug seinen Allrad als Bürde mit sich herum und landete am Ende bei 8,0 l/100 km, wobei der Standard-Benziner vor allem beim Pendeln und noch mehr Sportfahren Zuschläge forderte, während er beim Eco-Fahrer und auf der Autobahn nahe an die Japaner herankam.

Was bedeutet das?

Der neue Skyactiv-X-Motor knausert in fast allen Fahrzuständen mit dem Sprit und kann dem Hybriden Paroli bieten. Er erreicht aber nicht das extrem niedrige Verbrauchsniveau moderner Diesel, die noch dazu mehr Drehmoment bieten. Standard-Benziner unterbietet er dagegen locker. Insofern gebührt Mazda die Ehre, der Motorentechnik eine neue Alternative hinzugefügt zu haben, die weniger Super braucht als ein Standardbenziner. Einen sparsamen Diesel oder Stromer kann Mazdas neuer Motor aber trotzdem nicht unterbieten.  

 

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