Mattel plant Modelle aus Recyclingmaterial

Jede Sekunde wird irgendwo auf dem Planeten ein Modellauto verkauft – Mattel möchte diese bis 2030 nur noch aus Recyclingmaterial herstellen

Mehr E-Autos und Recyclingmaterial: Diese Vorgabe hat Mattel jetzt unter anderem für Matchbox ausgegeben: Erstes Modell mit höhere Recyclinganteil wird der Tesla Roadster (vorn). | Foto: Mattel
Mehr E-Autos und Recyclingmaterial: Diese Vorgabe hat Mattel jetzt unter anderem für Matchbox ausgegeben: Erstes Modell mit höhere Recyclinganteil wird der Tesla Roadster (vorn). | Foto: Mattel
Gregor Soller

Europa will bis 2050 klimaneutral werden, die Autokonzerne planen das teils schon früher. Klar ist: Der CO2-Fußabdruck muss kleiner erden. Entsprechend kündigte jetzt auch er Spielwarenkonzern Mattel an, zumindest seine Produkte künftig nur noch aus Recycling-Material zu produzieren. Vorausgegangen war dem eine Mitteilung von 2019, in der Mattel beschloss, bis 2030 zu 100 % recycelte, recycelbare oder biobasierte Kunststoffe in seinen Produkten und Verpackungen zu nutzen.

Entsprechend sollen die Modellautos von Hot Wheels und Matchbox bis dahin nur noch aus recyceltem Material hergestellt werden. Was bei Zinkdruckguss der Karosserien und den Kunststoffböden kein allzu großes Problem ein dürfte. Wohl aber bei den Verkaufspreisen: Bei Tedi erhält man die Flitzer für einen Euro, Discounter verlangen in der Regel 1,49 Euro und im Kaufhaus kosten die Miniaturen ebenfalls selten mehr als 1,89 oder 1,99 Euro – damit wurde das Preisniveau im Prinzip seit 40 Jahren eingefroren! Weshalb es jetzt verstärkt teurere Sonderserien und –modelle gibt.

Aber auch die Produktpaletten sollen verstärkt E-Mobile erhalten: So bieten Matchbox und Hot Wheels schon diverse Tesla-Modelle an und Spielsets, die Tankstellen enthalten, sollen künftig auch mit Elektroladesäulen ausgerüstet sein. Zum Auftakt der grüneren Ausrichtung bringt Matchbox aktuell den neuen Tesla Roadster als Modell – vor dem Original. Die Miniatur soll zu rund 62 Prozent aus wiederverwertetem Zink sowie zu 37 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen. Auch der Produktionsprozess der Modellautos in Thailand und Malaysia soll künftig CO2-neutral ausgelegt sein.

Was bedeutet das?

CO2-Neutralität erfasst jetzt auch die allerpreisgünstigsten Fahrzeuge: Die Modelle von Mattel und Co. – man darf gespannt sein, ob den Kunden das vielleicht auch ein paar Cent extra wert ist! Weshalb Mattel und Co. dafür gern auch auf ihren Blisterpackungen werden sollten! Denn schon die jüngsten Autokunden sollten ihre Flotten CO2-neutral aufbauen können!

 

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