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MAN eTruck startet schon Ende Oktober in Verkauf

Hersteller will den Elektro-Lkw bereits ab Ende Oktober vertreiben. Dabei sollen erste Auslieferungen 2024 an ausgewählte Kunden gehen. Standort für die Batterieproduktion ist Nürnberg.

Die Vorbereitungen zum Großserienanlauf des MAN eTruck laufen auf Hochtouren. Bild: MAN Truck & Bus
Die Vorbereitungen zum Großserienanlauf des MAN eTruck laufen auf Hochtouren. Bild: MAN Truck & Bus
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Johannes Reichel
von Daniela Sawary-Kohnen

Der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus treibt seine Elektrifizierungsstrategie mit dem Launch des MAN eTruck voran. Nach Informationen des Unternehmens wird der Verkaufsstart des neuen Elektro-Lkw in ersten Märkten für Ende Oktober erwartet, wobei die Auslieferung der ersten Fahrzeuge an ausgewählte Kunden 2024 geplant ist.

Eine wesentliche Rolle in diesem Strategiewandel spielt der MAN-Standort in Nürnberg. Hier wurde jüngst der Grundstein für das neue Batteriegebäude M50 gelegt. Ab 2025 soll dort die Großserienproduktion von bis zu 100.000 Hochvolt-Batterien jährlich aufgenommen werden. Diese Batterien sind nicht nur für den neuen eTruck bestimmt, sondern auch für andere Elektrofahrzeuge des Unternehmens, wie Stadtbusse. Die Investition in die Batterieproduktion am Standort, inklusive Neubauten und Infrastruktur, beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro. Zudem werden auf dem 16.000 Quadratmeter großen Gelände 350 neue Arbeitsplätze geschaffen.

„Die Mobilitätswende hin zum elektrisch angetriebenen Straßengüterverkehr verändert die gesamte Branche in noch nie dagewesener Form. MAN gestaltet den Wandel aktiv mit. Unsere Transformation hin zu einem Anbieter nachhaltiger und intelligenter Transportlösung ist überall im Unternehmen sichtbar – ganz besonders hier in Nürnberg. Mit der effizienten Neuausrichtung des Unternehmens und der nachhaltigen Umstellung des gesamten Produktionsverbundes haben wir in den letzten zwei Jahren einen großen Sprung in Richtung Zukunft gemacht. Die Markteinführung unseres neuen MAN eTruck jetzt im Oktober ist dabei ein essentieller Meilenstein und Batterien aus Nürnberg sind der wesentliche Enabler für seine Großserienproduktion ab 2025", so MAN-Produktionsvorstand Michael Kobriger.

Parallel dazu stärkt MAN seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Elektromobilität. Der Nürnberger Standort hat bereits seit 2020 seine Kompetenzen in der Entwicklung und Produktion von Hochvolt-Batteriepacks ausgebaut. Um das Know-how weiter zu vertiefen, hat das Unternehmen Partnerschaften mit lokalen Hochschulen wie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm aufgebaut. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde Anfang 2023 der "Campus Future Driveline" eingeweiht, wo Projekte in den Bereichen Batterie, Wasserstoffverbrennungsmotor und Brennstoffzelle durchgeführt werden.

Einsatz in der eigenen Logistik

Um die Praxistauglichkeit der Elektro-Lkw sicherzustellen, hat MAN im Dezember 2022 die LoadFox Transport Solutions GmbH gegründet. Dieses Tochterunternehmen testet und optimiert die neue Technologie im Realbetrieb auf den wichtigsten Routen der internen Werkslogistik. Die ersten vollelektrischen MAN eTrucks sind bereits im Einsatz und verbinden deutsche Standorte wie München, Dachau, Nürnberg und Salzgitter. Ab 2024 plant LoadFox, autonome Fahrfunktionen stärker in die Logistikpraxis zu integrieren.

„Durch das gezielte Sammeln von Daten und Erfahrungen im Praxiseinsatz können wir Entwicklung und Qualitätschecks von Hard- und Software zukünftiger Produkte und Services mit LoadFox deutlich beschleunigen“, erklärt Florian Hagemann, Geschäftsführer der LoadFox GmbH.

Abschließend ist hervorzuheben, dass der neue MAN eTruck für den voraussichtlich ab 2025 verfügbaren Megawattladestandard vorbereitet ist, wodurch er mit Zwischenladungen Tagesreichweiten zwischen 600 und 800 Kilometern erreichen soll. Damit deckt er eine breite Palette von Transportaufgaben ab, von der städtischen Abfallentsorgung bis hin zur Lebensmittellieferung.

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