MainzRIDER: Start für elektrischen On-Demand-Dienst im ÖPNV

Shuttle-Service in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt beginnt als Pilotprojekt und soll ab 1. September den ÖPNV mit zehn elektrischen Fahrzeugen ergänzen.

Die MainzRIDER-Flotte wird zunächst nur in fünf Stadtteilen der rheinland-pfälzischen Landesmetropole eingesetzt. (Foto: Mainz Mobilität)
Die MainzRIDER-Flotte wird zunächst nur in fünf Stadtteilen der rheinland-pfälzischen Landesmetropole eingesetzt. (Foto: Mainz Mobilität)
Johannes Reichel
von Martina Weyh

Das Pilotprojekt MainzRIDER des städtischen Verkehrsbetreibers Mainz Mobilität hat sich coronabedingt verzögert, geht nun aber ab 1. September an den Start. Das neue On-Demand-Angebot, dessen Gesamtkosten sich laut Anbieter auf rund 1,6 Mio. Euro belaufen, wird mit Fördergeldern des Bundesverkehrsministeriums unterstützt.

Zunächst nur in fünf Mainzer Stadtteilen (Mombach, Hartenberg-Münchfeld, Gonsenheim, Drais und Finthen) kommen zehn Elektrofahrzeuge zwischen rund 1.000 virtuellen Haltestellen und bestehenden Bus- und Straßenbahnhaltestellen zum Einsatz. Acht Nissan e-NV200 und zwei LEVC-Fahrzeuge, zwei davon mit je einem Rollstuhlplatz an Bord, ergänzen den ÖPNV anfangs ausschließlich in den Abend- und Nachtstunden von 18 Uhr bis 4 Uhr morgens. Dabei ist die Fahrgastzahl pro Auto aufgrund der geltenden Schutzbestimmungen angesichts der Pandemie aktuell auf maximal drei Personen begrenzt.

Nutzung via App

Fahrten können nur via App des IT-Partners ViaVan, der auch für die Plattform verantwortlich zeichnet, gebucht werden. Innerhalb einer Viertelstunde nach Auftragseingang fährt das E-Auto dann am genannten Haltepunkt vor. Kundenaufträge mit ähnlichen Start- oder Zielhaltestellen werden gebündelt.

Fahrgäste mit einer Zeitkarte (Wochen-, Monats-, Jahres- oder Job-Ticket der Mainzer Mobilität) zahlen pro Fahrt einen Euro, alle anderen Passagiere sind mit fünf Euro dabei. Gezahlt wird über die App-Zahlungsfunktion, via Paypal oder Kreditkarte.

MainzRIDER über 2020 hinaus

Ursprünglich sollte das coronabedingt verspätet gestartete Pilotprojekt Ende 2020 auslaufen. Nach Unternehmensinformationen wird der MainzRIDER aber voraussichtlich auch noch im nächsten Jahr weiter angeboten – derzeit laufen dazu Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium. Sollte das neue On-Demand-Angebot von den Fahrgästen gut angenommen werden, soll es in einem nächsten Schritt auch tagsüber im Mainzer Stadtteil Finthen verfügbar sein.

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