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Mahle kooperiert mit taiwanesischen Batteriespezialisten bei Festkörper-Akkus

Der Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle und ProLogium aus Taiwan entwickeln gemeinsam Thermomanagementlösungen für Festkörperbatterien der nächsten Generation. Der Fokus liegt dabei auf Lösungen zur Verbesserung von Energiedichte, Lebensdauer und Schnellladefähigkeit

Effizientes Thermomanagement bei Akkus erhöht die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer der Energiespeicher erheblich.| Foto: Mahle
Effizientes Thermomanagement bei Akkus erhöht die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer der Energiespeicher erheblich.| Foto: Mahle
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Thomas Kanzler

Festkörperzellen werden erhebliche Vorteile bei Betriebssicherheit und Energiedichte zugeschrieben. Dies führt zu höheren Reichweiten und höheren Sicherheitsstandards für Batteriesysteme. Beide Unternehmen werden sich im Rahmen ihrer Kooperation auf maßgeschneiderte Lösungen für das Thermomanagement konzentrieren, die den spezifischen Eigenschaften der Zelltechnologie von ProLogium Rechnung tragen. Ziel ist es, wettbewerbsfähige Batteriesysteme mit hoher Effizienz, Energiedichte, Lebensdauer und Schnellladefähigkeit zu entwickeln.

„Die Zusammenarbeit mit ProLogium ist eine absolute Win-Win-Situation. Mit dem gebündelten Know-how beider Konzerne werden wir zukünftige Batterietechnologien mit überlegenen Eigenschaften entwickeln", so Arnd Franz, Vorsitzender der Mahle Konzern-Geschäftsführung und CEO.

Thermomanagement elementar für Hochleistungsbatterien

Ein effizientes Thermomanagement macht effiziente E-Mobilität erst möglich. Heizen und Kühlen im Fahrzeug ist ein wesentliches Technologiefeld der Elektrifizierung und des Kerngeschäfts des Stuttgarter Automobilzulieferers. Bei Batteriekühlsystemen gehöre Mahle nach eigenen Angaben sogar zu den Pionieren und sei bereits seit weit über einem Jahrzehnt in Serie. Basierend auf der Festkörpertechnologie von ProLogium bewertet Mahle die thermischen Anforderungen auf Zell-, Zellmodul-, Batteriepack- und Fahrzeugsystemebene, um daraus optimale Thermomanagementlösungen abzuleiten.

„Ich bin davon überzeugt, dass die Bündelung der Kräfte von ProLogium und Mahle die Kommerzialisierung von zuverlässigen und effizienten Festkörperbatterielösungen vorantreiben und damit E-Fahrzeuge auf die nächste Stufe heben wird. Mit dieser Zusammenarbeit sind wir auf dem besten Weg, eine Netto-Null CO2-Zukunft zu gestalten", erklärt Vincent Yang, CEO und Gründer von ProLogium Technology.

Leistung und Lebensdauer

Dabei geht es nicht nur um die Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Leistung, Effizienz und Kosten, sondern explizit auch um die Bewertung der Alterung. Denn der Batteriewert über die Lebensdauer spielt eine entscheidende Rolle für die Durchdringung des Massenmarktes und den künftigen Gebrauchtmarkt für Elektrofahrzeuge. Die Ergebnisse wiederum sollen das Voranschreiten der Festkörpertechnologie weiter beschleunigen und die Eigenschaften der Zellen verbessern

„Die Entwicklung der ersten maßgeschneiderten Thermomanagementlösungen für Festkörperbatterien ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Kommerzialisierung", sagt Dr. Uli Christian Blessing, Entwicklungsleiter Thermomanagement bei Mahle.

Lithium-Keramik Festkörper-Akku

Die Oxid-Festkörper-Lithium-Keramik-Batterie von ProLogium wird zu größeren Reichweiten, verbesserter Schnellladefähigkeit und einer besseren Wiederverwertbarkeit der Batterie beitragen. Elektrifizierung und Wärmemanagement sind eng miteinander verwoben. Mahle sei einer der wenigen Anbieter, die in beiden Bereichen über exzellentes Know-how verfügen, erläutert CEO Franz. Der Konzern habe innovative Technologien entwickelt, um die Reichweite und Schnellladefähigkeit von Elektrofahrzeugen zu erhöhen und mehr Komfort in Elektrofahrzeuge zu bringen.

Was bedeutet das?

Mahle CEO Arnd Franz hatte erst letzte Woche beim Mahle Tech-Day die Wichtigkeit des Thermomanagements bei Akkus hervorgehoben und auf Nachfrage betont, er wünsche sich mehr Kooperationen mit dem Asiatischen Markt. Nun bezeichnet er die Zusammenarbeit folgerichtig als „Win-Win-Situation zur Entwicklung zukünftiger Batterietechnologien“.

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