Mahle eröffnet ein neues Entwicklungszentrum in China

Der Automobilzulieferer Mahle hat ein neues Elektronik- und Mechatronik-Entwicklungszentrum im chinesischen Changshu in Betrieb genommen.

In Changshu hat Mahle ein neues Entwicklungszentrum in Betrieb genommen. | Foto: Mahle
In Changshu hat Mahle ein neues Entwicklungszentrum in Betrieb genommen. | Foto: Mahle
Gregor Soller

Auch Mahle expandiert weiter nach Asien: In China soll unter anderem an elektrischen Antriebssträngen, Ladelösungen sowie Thermomanagement-Anwendungen für alternative Antriebe gearbeitet werden. Laut Mahle sollen zum Start 70 Ingenieure in Changshu Lösungen für alternative Antriebe entwickeln. Zugeordnet ist der neue Standort dem Geschäftsbereich Elektronik und Mechatronik, den Mahle im Zuge der Umstrukturierung Anfang 2020 gründete. Mahle erwartet hier bis Ende der 2020er-Jahre auf diesem Feld ein deutliches zweistelliges Umsatzwachstum. Die neue Einrichtung in Changshu soll nun neben den Elektronik-und-Mechatronik-Zentren in Kornwestheim (Deutschland), Šempeter pri Gorici (Slowenien) und Valencia (Spanien) eine wichtige Rolle als Innovations-Hub für die Aktivitäten im Bereich der alternativen Antriebe des Konzerns spielen.

Auch Mahle betrachtet China weiter als Wachstumsmarkt, der dazu mit günstigen Lohnkosten punktet. Michael Frick, CFO und interims-CEO der Mahle-Geschäftsführung erklärt dazu:

„Wir wollen hier weiter wachsen und sehen großes Potenzial in der E-Mobilität, die in China immer deutlicher an Fahrt aufnimmt. Dafür wollen wir unsere Rolle als Technologiepartner in der Region stärken“

Das Ziel sei außerdem, die Entwicklungskompetenzen noch zielgerichteter auf den chinesischen Markt und dessen lokale Bedürfnisse ausrichten zu können.

Aktuell umfasst das Das Elektronik- und Mechatronik-Produktportfolio unter anderem elektrische Antriebe, Aktuatoren, Nebenaggregate sowie Steuerungs- und Leistungselektronik. Seit 2019 ist Mahle bereits mit Hochvolt-Traktionsmotoren sowie Onboard-Chargern und DC/DC-Konvertern für Pkw am Markt. Dazu kommt seit Neuestem das hausinternes Ladeinfrastruktur-Startup chargeBIG und der Einstieg in den Bennstoffzellen- und E-Bikemarkt.

Was bedeutet das?

Auch bei Mahle stellt man sich breiter auf: Das gilt nicht fürs Produktportfolio, sondern auch für die Entwicklungs- und Vertriebsregionen, bei denen der Zulieferer jetzt seine China—Aktivitäten verstärkt.

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