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Lynk & Co: Zero als erstes E-Modell?

Die Geely-Tochter, welche Autos bevorzugt im Abomodell verkauft, hat das erste reine Elektromodell im Wintertest laufen. Es könnte noch 2024 nach Deutschland kommen. 

Der Lynk & Cio Zerio macht auffällig foliert Wintertests. | Foto: Lynk & Co
Der Lynk & Cio Zerio macht auffällig foliert Wintertests. | Foto: Lynk & Co
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Gregor Soller

Nach einem veritablen Start brechen die Lynk & Co-Absätze in Deutschland aktuell ziemlich ein. Denn nach wie vor wird nur das SUV 01 mit Hybrid- oder Plug-in-Hybridantrieb angeboten. 2021 wollte man „frühestens 2023“ ein reines Elektroauto nachschieben.

Die "Erlkönig-Fotos" sehen sehr werblich aus  

Dabei könnte es sich um eine Limousine der oberen Mittelklasse handeln. Nicht ganz unwerbliche Fotos dazu wurden auf dem Portal „CarNewsChina“ und dem Nachrichtendienst „X“ veröffentlicht. Intern soll die Elektrolimo E371 heißen und im Mai2024 offiziell präsentiert werden. Auf den Markt kommen soll sie dann Mitte dieses Jahres, eventuell unter dem Namen Zero.

Der Zero ist ersten Angaben zufolge über fünf Meter lang und basiert auf der gleichen Plattform wie der 001 der Geely-Tochter Zeekr, der wiederum einst aus einem Lynk & Co-Modell abgeleitet wurde. Doch der Zero ist anders als der Zeekr 001 kein Shooting Brake, sondern eher eine Fließheck-Limousine. Technik-Details gibt es noch keoine, doch man kann den Zeekr 001 als Blaupause nehmen. Hieße: Basis mit dem konzernbekannten 200 kW (272 PS)-Heckantrieb und bis zu 620 Kilometer WLTP-Reichweite, von denen real um die 400 bleiben dürften. Darüber könnte eine Allradversion mit 400 kW (544 PS) stehen.

Lynk & Co braucht dringend neue Modelle

Dir Krux der vielen Geely-Marken: Nachdem man Lynk & Co. als Aboalternative im Premiumsegment platziert hatte, folgte: Nichts. Obwohl die Marke in China viel mehr Modelle umfasst. Auch rein elektrische Versionen blieb man schuldig, ebenso wie den großzügigen Ausbau des Service-Netzes. Lynk & Co.-Kunden sind unserer Erfahrung nach mit dem Produkt zufrieden, doch wenn man ernsthaft mitspielen will, braucht man mehr als ein Modell ion zwei Farben und Motorisierungen und gern eine elektrische Alternative. Und nachdem Geely jetzt auch noch Zeekr aus Lynk & Co ableitete und noch höher neben Volvo und Polestar positioniert, braucht es viele Ideen und Produkte, um Lynk & Co zu halten respektive ebenso marktfähig zu machen. Deshalb dürfte Lynk & Co dürfte bei der Leistung und beim Preis unter Zeekr positioniert werden. In China könnte die neue Elektro-Limousine laut „CarNewsChina“ zwischen etwa 25.700 und 38.500 Euro vor Steuern kosten, wenn sich in Europa eine Version unter 40.000 Euro (oder für 499 Euro All-in-Miete) ausginge, wäre das eine Ansage!

Lynk & Co soll dem Bericht zufolge außerdem auch noch 2024 ein zweites vollelektrisches Auto auf den Markt bringen. Dabei soll es sich um ein SUV handeln, das auf der gleichen Plattform wie der elektrische Kompaktwagen Zeekr X steht.

Was bedeutet das?

Der Lynk & Co 01 ist eng mit dem Volvo XC 40 verwandt und hat viele zufriedene Kunden respektive Abonnenten. Doch wenn man binnen mehrerer Jahre weder das Servicenetz dichter knüpft, noch neue (elektrische) Modelle bringt, wird es zäh. Man darf gespannt sein, ob Geely hier wieder nachlegt. Oder statt Lynk & Co Zeekr nach ganz Europa bringt.  

 

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