Lynk & Co präsentiert reinen Stromer Zero EV

Drei Monate nach der Präsentation des Zero V starte Lynk Hochgeschwindigkeitstests auf dem Yan Cheng Testgelände in der chinesischen Provinz Jiangsu. Der Akku soll über 650 Kilometer Reichweite bringen und gut sein für zwei Millionen Kilometer Lebensdauer.

Vor allem die Werte des Akkus lassen aufhorchen: Über 650 Kilometer Reichweite, 2 Millionen Kilometer haltbar. | Foto: Lynk
Vor allem die Werte des Akkus lassen aufhorchen: Über 650 Kilometer Reichweite, 2 Millionen Kilometer haltbar. | Foto: Lynk
Gregor Soller

Der Zero EV feierte Ende September 2020 zusammen mit Geelys neuer Sustainable Electric Architecture Debüt. Dabei handelt es sich um eine ganz neue Fahrzeugarchitektur, die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt. Nach Aussage von Lynk & Co. konnte man mit dem Stromer schnell von vom Konzeptstadium zu Vorserientests gehen, womit man auch die Geschwindigkeit, mit der die Forschung und Entwicklung der Geely Auto Group arbeiten kann, um Produkte auf den Markt zu bringen, demonstrieren möchte.

Der Zero EV soll erste dynamische Streckentests positiv absolviert haben und auch beim Fahrwerk neue Techniken nutzen: Dazu gehört eine elektronisch gesteuerte Luftfederung, die auch den Hochgeschwindigkeits-Fähigkeiten angepasst sein soll. Von 0 auf 100 km/h soll es in unter vier Sekunden gehen. Noch beeindruckender sind aber die Daten des neuen Akkus, mit dem man plant: er soll bis zu 400 Meilen, das sind gut 650 Kilometer Reichweite bringen – und: Er soll bis zu zwei Millionen Kilometer halten (also bis dahin rund 70% seiner Kapazität bieten).

Der Zero EV ist als Sports Tourismo ausgelegt und sieht optisch wie ein kleiner Porsche Panamera aus, dem er in den Augen Geelys auch gern Konkurrenz machen darf. Über einen Produktionsstart und Exportmärkte gibt es bisher noch keine konkreten Aussagen.

Was bedeutet das?

Geely will mit dem neuen Lynk Zero EV vor allem demonstrieren, wie schnell man neue Autos entwickeln kann und wie groß die Schritte bei der Akkutechnik sind: Reichweite und Haltbarkeit würden hier neue Maßstäbe setzen. Da wird es eng für Daimler: Die Stuttgarter planen künftig, die komplette Drei- und Vierzylinderentwicklung mit Geely und Volvo zusammenzu legen (samt eventueller Produktion in China), um sich ihren eigenen EV-Plattformen widmen zu können. Die Frage ist nur, ob es hier nicht auch sinnvoller wäre, mit Geely zu kooperieren?

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