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Luvly: Schwedisches Start-up entwickelt Leicht-Stromer für 10.000 Euro

Mit unter 400 Kilogramm Gewicht, tauschbaren 3-kWh-Akkus und hochfester Recycling-Karosse soll der Leicht-Stromer aus Schweden nicht nur ein Effizienz-, sondern auch ein Preiskracher sein. Zudem will man die Sicherheit nicht vernachlässigen und kleine lokale Produktionen im Ikea-Stil aufziehen.

Ikea als Vorbild: Nicht zum Selberbauen, aber zum Aufbau in kleinen lokalen Produktionen will ein Start-up aus Schweden neue Mobilitätsakzente setzen. | Foto: LUVLY
Ikea als Vorbild: Nicht zum Selberbauen, aber zum Aufbau in kleinen lokalen Produktionen will ein Start-up aus Schweden neue Mobilitätsakzente setzen. | Foto: LUVLY
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Johannes Reichel

Das schwedische Microcar-Start-up Luvly hat ein Elektroauto für den urbanen Raum entwickelt, das nur 10.000 Euro kosten soll. Zudem will man mit einer speziellen Produktion besonders umweltfreundlich und ressourcenschonend sein, ein hoher Anteil an recylierbaren und und erneuerbaren Teilen ist angepeilt. Der 2,70 Meter lange, 1,53 Meter schmale und 1,44 Meter hohe Elektrozwerg soll gerade einmal 380 Kilogramm schwer sein und daher mit 6 kWh Strom auf 100 Kilometer klarkommen. Die Energiereserve bilden zwei wechselbare, je 15 Kilogramm schweren Akkumodule, selbstredend aufladbar an einer normalen Haussteckdose. In nur einer Stunde Ladezeit soll der Stromzwerg wieder voll bei Kräften sein. Die Reichweite leichten E-Mobils beträgt bis zu 100 Kilometer. Mit einem Höchsttempo von 90 km/h soll der E-Schwede aber durchaus auch fürs Umland geeinget sein. Der "Kofferraum" fasst immerhin 267 Liter. Dennoch soll das Leichtmobil einen hohen Sicherheitsstandard erfüllen, dank einer ausgefeilten Rohrrahmenkonstruktion. Der Hersteller spricht von "slow formula racing tech" und verweist auf Formel-1-Konzepte mit energy absorbern und einer Sicherheitsschale aus sandwich composite-Material.
 

Der Hersteller will sich als "Ikea der Elektroauto" positionieren, das Fahrzeug soll in Einzelkomponenten gefertigt und transportiert werden. Immerhin: Die Montage der Fahrzeuge übernimmt anders als beim Möbelhaus nicht der Kunde selbst, sondern kleinere Produktionsstätten in den jeweiligen Absatzmärkten. So könnte eine 2.000 Quadratmeter große Fabrik die Fertigung für einen Markt wie Schwedens schaffen können. Mit dieser Strategie sollen statt wie bisher üblich vier montierte Elektrofahrzeuge in einem Container bis zu 20 Fahrzeuge Platz finden. Die Kleinstproduktionen sollen umweltfreundlicher, kosteneffizienter und schneller sein.

In Summe all der Maßnahmen peilt der Hersteller einen Preis von 10.000 Euro an, der laut der Plattform electrek.co in vielen Ländern aber niedriger ausfallen könnten, wenn Fahrzeuge wie der Luvly O unter die Regularien staatlicher Förderprogramme fielen. Neben dem vierrädrigen Zweisitzer ist auch ein sportliches Dreirad-Buggy sowie ein kleiner Transporter geplant, mit gleichem Produktions- und Logistikkonzept.

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