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Lotus Evija: Stärkster Serienstromer der Welt!

Mit dem Lotus Evija setzt Geely das nächste Ausrufezeichen: Die chinesische Mutter meint es ernst mit der britischen Tochter.

Der Lotus Evija leistet 2000 PS und bietet 1700 Newtonmeter Drehmoment. | Foto: Lotus
Der Lotus Evija leistet 2000 PS und bietet 1700 Newtonmeter Drehmoment. | Foto: Lotus
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Gregor Soller

Dass Geely auch mit Lotus große Ambitionen hat, beweist man mit dem Stromer Evija, der das Hypercar unter den Hypercars gibt: 2000 PS aus vier 500-PS-E-Maschinen, 1700 Newtonmeter Drehmoment – noch Fragen?

 Immerhin – bei Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit setzt der neue Lotus dagegen keine Bestmarken: In unter drei Sekunden sollen 100 km/h erreicht sein in weniger als neun Sekunden dann 300 km/h – dann ist es fast schon vorbei: Das Topspeed beträgt „nur“ 340 km/h. Getrieben wird das Hypercar von einer Lithium-Ionen-Batterie, die von Williams Advanced Engineering (WAE) entwickelt wurde. Der Akku kauert direkt hinter den Sitzen und kann durch eine Glasabdeckung von außen besichtigt werden. Das Ganze wiegt natürlich: Mit 1680 Kilogramm ist der Brite trotz reichlich Carbon für Lotus-Verhältnisse kein Leichtgewicht, auch wenn das Das Monocoque selbst nur 129 Kilogramm wiegt!

Trotzdem betont man bei Lotus auch die Effizienz: Batterie, Elektromotoren und Kraftübertragung sollen 98 Prozent Wirkungsgrad bieten und so neue Standards setzen. Die Batterie soll innerhalb von neun Minuten geladen werden können - mit 800 kW-Schnellladern... Aktuell stehen wir hier bei 150 bis maximal 350 kW und das ist schon üppigst!  Mit 350 kW vergehen nach Lotus-Werksangaben zwölf Minuten bis 80 Prozent oder 18 Minuten bis 100 Prozent. Als Reichweite gibt Lotus bis zu 400 Kilometer nach WLTP an – wenn man die Leistungsfähigkeit nicht ausnutzt.

Die Bestellbücher sind seit einigen Tagen geöffnet. Lotus verlangt eine Anzahlung von 250.000 britischen Pfund (das sind aktuell noch gut 275.000 Euro, könnten mit dem Brexit aber immer weniger werden). Die „Basis“ startet dann bei 1,7 Millionen Pfund (knapp 1,9 Millionen Euro), doch man hat auch Möglichkeiten, durch Individualisierungen noch mehr auszugeben. Gebaut werden die geplanten 130 Exemplare übrigens im britischen Stammwerk Hethel – Brexit hin oder her!

Was bedeutet das?

Wieder ein neues elektrisches Hypercar mit wieder neuen Bestwerten. Die Elektrifizierung treibt die Industrie hier zu einem neuen Wettrennen, das mit Verbrennern gar nicht möglich war. Die Frage ist – wo werden hier die Grenzen sein? Bei 5000, bei 10.000 PS? Welch ein Irrsinn! Aber in dem Fall von Geely bewusst geplant, denn: Mit dem Leuchtturmprojekt Evija will man der Welt zeigen, dass man es ernst meint mit dem Invest in Lotus – eine Marke, die seit Jahrzehnten vom guten Ruf und leichten Autos in einer Nische dahindümpelt.

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