Lincoln könnte Rivian-Plattform nutzen

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Personen, das Ford Edeltochter die Rivian-Plattform für große E-SUV nutzen könnte.

Rivians "E-Skateboard" könnte bald auch unter Lincoln-Modellen sitzen. | Foto: Rivian
Rivians "E-Skateboard" könnte bald auch unter Lincoln-Modellen sitzen. | Foto: Rivian
Gregor Soller

Nachdem sich Ford mit 500 Millionen Dollar an Rivian beteiligt hat, könnte auf dem Rivian-Skateboard ab 2022 ein Elektro-SUV von Lincoln entstehen. Den Topseller F-150 wird Ford aber selbst weiterentwickeln und elektrifizieren. Außerdem planen die Amerikaner weitere E-SUV für ihre Edeltochter, die aktuell nur in den USA und China präsent ist. Mit der Rivian-Plattform dürfte sich daran auch nichts ändern, denn für die EU sind Modelle dieses Kalibers allenfalls nischenfähig.  Gleichzeitig muss Ford mittelfristig eine Stückzahlen- und damit Überlebensperspektive für Lincoln schaffen, zumal sich damit höhere Margen erzielen ließen als mit Ford.

Damit fährt Ford derzeit eine dreigleisige E-Strategie, die aber zügig neue Modelle generieren könnte: Die schweren Modelle könnten das Rivian-Skateboard nutzen, das nur eine Ford- respektive Lincoln-Karosserie aufgesetzt bekommen müsste, während im Kompaktsegment ein Modell auf Volkswagens MEB-Baukasten bestätigt wurde, das um ein zweites Modell ergänzt werden könnte. Ford-eigen wäre lediglich die Mustang-Mach E-Basis, die aber nicht im großen Plattformstil entwickelt wurde.

Was bedeutet das?

Fest steht: Ford tut was – und muss das jetzt auch schnell tun, was mit Rivian und VW einfacher und zügiger klappen könnte als gedacht.

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