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Lightyear wird keine Autos bauen

Nach Sono Motors gibt jetzt auch Lightyear die Pläne auf, eigene Solarautos zu bauen.

Wird wohl nicht kommen: Nach Sono Motors kündigte jetzt auch Lightyear an, den Autobau nicht mehr weiterzuverfolgen. | Foto: Lightyear
Wird wohl nicht kommen: Nach Sono Motors kündigte jetzt auch Lightyear an, den Autobau nicht mehr weiterzuverfolgen. | Foto: Lightyear
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Gregor Soller

Ein knappes halbes Jahr nach Sono Motors gibt jetzt auch Lightyear seine Pläne für ein eigenes Solarfahrzeug auf. Gegenüber der Zeitung „NL Times“ bestätigte Lightyear-Gründer Lex Hoefsloot jetzt, sich künftig auf die Herstellung von Solarzellentechnik für den Automotive-Bereich konzentrieren zu wollen, was zugleich mit Personalabbau in der Fahrzeugbausparte einhergehen dürfte. Auch Ex-Audi-Vorstand Bernd Martens verlässt das Unternehmen.

Allerdings will Lightyear weiter Gespräche mit potenziellen Partnern und Investoren führen, um eventuell zu einem späteren Zeitpunkt eine Serienproduktion von Solarautos doch noch umsetzen zu können.

2016 wurde mit dem Lightyear 0 das Konzept eines leichten und effizienten E-Autos präsentiert, welches sich dank großflächiger Solarzellen-Außenhaut teilautark mit Strom versorgen kann und extrem effizient unterwegs war. Nach mehreren Jahren der Entwicklung kündigte das Unternehmen für Ende 2022 den Start einer Serienproduktion von 986 Exemplaren zum Stückpreis von rund 300.000 Euro an. Bei Valmet Automotive im finnischen Uusakaupunki wurden dann wohl auch einige Lightyear 0 in Kleinstserie montiert, bis schon nach wenigen Wochen Insolvenz angemeldet wurde.

 

Mit den verbliebenen Unternehmensteilen wollte die Mannschaft die Marke Lightyear weiter betreiben, um den für den Massenmarkt konzipierten und rund 40.000 Euro teuren Solarstromer Lightyear 2 zur Marktreife zu entwickeln. Mit dem einst für Ende 2025 angekündigten Start ist nun allerdings nicht mehr zu rechnen. Stattdessen will auch Lightyear seine Solartechnik für Drittmarken zur Verfügung stellen.

Was bedeutet das?

Solartechnik zur Fortbewegung zu nutzen, ist das eine, Fahrzeuge in Großserie zu bauen, das andere. Schade nur, dass beides nicht zusammenzugehen scheint: Der Lightyear 0 bewies, dass man Solartechnik elegant integrieren kann und so eine extrem sparsame Luxuslimousine auf die Räder stellen könnte. Doch die Pkw-Branche zögert weiter, die Technik zu nutzen. Schade, dass der Lightyear 2 nun wohl auch nicht kommen wird. Wäre eine spannende Stromsparalternative zum Establishment geworden…

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