Lightyear: Aus für Luxus Solar-Stromer - Fokus auf Volumenmodell

Das niederländische Start-up hat die Einstellung der Produktion des Lightyear 0 verkündet. Die Fertigung der Solar-Elektro-Limousine war erst Anfang Dezember 2022 gestartet worden. Nun soll bis Mitte des Jahrzehnts ein Modell für den Massenmarkt kommen.

Mit einem Preis von 250.000 Euro überhaupt nicht Massentauglich - Lightyear o.| Foto: Lightyear
Mit einem Preis von 250.000 Euro überhaupt nicht Massentauglich - Lightyear o.| Foto: Lightyear
Thomas Kanzler

Die Fertigung der 250.000 Euro teuren Limousine Lightyear 0 war Ende letzten Jahres beim Auftragsfertiger Valmet Automotive in Finnland angelaufen. Ursprünglich sollten 946 Exemplare der Limousine mit Solarzellen auf der Karosserie, die für mehr Reichweite sorgen sollten, vom Band rollen. Das Start-up will sich nun aber auf ein geplantes Modell für den Massenmarkt konzentrieren. Bis 2025 soll die Entwicklung des Lightyear 2 abgeschlossen sein.

„Um unsere Vision zu wahren, mussten wir beschließen, unseren Fokus und unsere Ressourcen vollständig auf den Lightyear 2 zu richten. Das bedeutet, dass wir die Produktion des Lightyear 0 einstellen mussten“, heißt es laut einer Mitteilung. CEO und Mitbegründer Lex Hoefsloot: „Leider mussten wir diese Entscheidung treffen. Der gesamte Prozess der Entwicklung des Lightyear 0 hat unserem Unternehmen in den letzten Jahren viele wertvolle Erkenntnisse gebracht. Wir richten nun unsere ganze Energie auf die Entwicklung des Lightyear 2, um ihn unseren Kunden rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.“

Der sehr aerodynamisch gezeichnete Lightyear 0 verfügt über eine eher kleine Batterie mit 60 kWh Kapazität. So konnten die Niederländer Gewicht sparen und die Effizienz des Fahrzeuges erhöhen. Um dennoch auf ausreichende Reichweiten zu kommen, sollte sich das Fahrzeug quasi selbst mit Strom versorgen. Das Fahrzeug verfügt über insgesamt fünf Quadratmeter Solarzellen. Sie ermöglichen es dem Stromer, den Energiespeicher beim Fahren oder Parken selbst aufzuladen. Unter optimalen Bedingungen soll auf diese Weise neben der WLTP-Reichweite von 625 Kilometern eine zusätzliche Reichweite von 70 Kilometern pro Tag erzielt werden können.

„Wir hoffen, in den kommenden Wochen einige wichtige Investitionen abschließen zu können, um den Lightyear 2, ein erschwingliches Solar-Elektrofahrzeug für ein breiteres Publikum, zu entwickeln“, erläutert Hoefsloot. „Daher sind wir der festen Überzeugung, dass die getroffene Entscheidung der beste Weg ist, um unsere Vision zu verwirklichen: saubere Mobilität für alle und überall.“

Vom Lightyear 2 wurden bereits erste Teaser-Fotos veröffentlicht. Auch der kleine Lightyear setzt auf gute Aerodynamik und Solartechnologie. Ersten Angaben nach wird das für 2025 angekündigte Volumenmodell mit Hilfe der Sonne über 800 Kilometer Reichweite haben. Kürzere und mittellange Strecken sollen mit dem Lightyear 2 ganz ohne externes Aufladen der Batterie möglich sein. Der Hersteller verspricht den kleinsten CO2-Fußabdruck auf dem Markt. Als Preis sind unter 40.000 Euro“ angepeilt. Zunächst will Lightyear den 2er in den USA, Großbritannien und in der EU anbieten.

Was bedeutet das?

Wie viele Exemplare des jetzt Lightyear 0 bereits gebaut wurden gab das Start-up nicht bekannt. Für den Massenmarkt-tauglichen Lightyear 2 sollen aber nach Herstellerangaben bereits 40.000 Vorbestellungen von Privatkunden sowie 21.000 Bestellungen von Flottenbetreibern eingegangen sein.

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