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Lieferdienste: GLS stockt Elektroflotte in Düsseldorf auf

Der Lieferlogistiker geht weitere Schritte bei der Umstellung auf emissionsfreie Zustellung per E-Van und E-Lastenrad. Man schafft die nötige Ladeinfrastruktur sowie eine Photovoltaikanlage im Depot Neuss.

Von Groß bis Klein: GLS baut den Elektrofuhrpark im Düsseldorfer Modellprojekt aus - und setzt neben E-Vans und E-Pkw auch auf E-Lastenräder. | Foto: GLS
Von Groß bis Klein: GLS baut den Elektrofuhrpark im Düsseldorfer Modellprojekt aus - und setzt neben E-Vans und E-Pkw auch auf E-Lastenräder. | Foto: GLS
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Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Der Paketdienstleister GLS hat jetzt den Stand des Pilotprojekts zur emissionsfreien Belieferung in Düsseldorf und die weitere Planung bis Ende 2020 vorgestellt. Ziel des Konzeptes „City-Logistik - Modell Düsseldorf“ sei eine durchgängig nachhaltige City-Logistik, die eine elektrische und emissionsfreie Zustellung in der Innenstadt ermöglichen soll. Gleichzeitig will man dabei den Einzelhandel und die Logistik integrieren sowie den Verkehr in den Stoßzeiten reduzieren.

Standortfaktor: City-nahes Depot Neuss plus Mikrodepot

Aus Sicht des KEP-Logistikers spielen dabei das innenstadtnahe Depot in Neuss sowie das City-Depot, das sich im Karstadt-Parkhaus in der Liesegangstraße befindet, eine zentrale Rolle. Der Anbieter kooperiert bei dem Projekt eng mit der Warenhauskette. Zudem wurden mit der Unterstützung der Stadt Düsseldorf und der Stadtwerke die Weichen dafür gestellt, dass zusätzlich zum Depot auch in der Innenstadt größere eFahrzeuge aufgeladen werden können. So entstehen vor dem Parkhaus auch öffentlich zugängliche Ladeplätze mit einer Stromzapfsäule für zwei eFahrzeuge. Bisher hat GLS ihre eCrafter im Depot Neuss aufgeladen, die E-Cargo-Bikes bekommen den Strom im Parkhaus, das nur mit Pkw oder kleineren Fahrzeugen befahrbar ist.

Flotte von e-Crafter soll von zwei auf acht wachsen

Zunächst waren zwei eCrafter im Einsatz, die ihre Zustelltour wie gewohnt vom Neusser Depot aus gestartet sind. Der Testbetrieb habe gezeigt, dass die reale Akku-Reichweite von 100 Kilometern dafür ausreichend sei, skizziert der KEP-Dienstleister. Das geringere Ladevolumen als bei den sonst eingesetzten langen Transportern wurde kompensiert, indem im Tagesverlauf Pakete am City-Depot nachgeladen werden.

„So gleichen wir die geringere Ladungskapazität aus, ohne zusätzliche Kilometer zu fahren“, erklärt Gero Liebig, Region Manager West der GLS Germany.

Bis zum Ende des Monats will man die Zahl der eCrafter von zwei auf acht aufstocken. Gemeinsam mit zwei E-Lastenrädern, die von Anfang an am City-Depot beladen wurden, ließen sich dann täglich rund 1.500 Pakete emissionsfrei zugestellen. Bisher waren es 400 pro Tag. Ab Juli würden so jährlich mindestens 19 Tonnen CO2 im Innenstadtverkehr eingespart, verspricht der Anbieter.

Weitere leichte E-Fahrzeuge in der Erprobung

Der Logistiker prüft derzeit darüber hinaus die Einsatzmöglichkeiten weiterer eBike-Typen und anderer eFahrzeug-Varianten wie eCars oder eScooter für die Feinverteilung vom City-Depot aus. Für die ganzheitlich emissionsfreie Zustellung für eine durchgängige Energieverfügbarkeit will man künftig den emissionsfreien Strom für die E-Fahrzeuge selbst produzieren und zwischenspeichern. Möglichst noch 2020 soll dafür eine Photovoltaik-Anlage mit entsprechender Speichertechnologie im Depot Neuss entstehen.

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