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Lieferdienste: AL-KO, ABT und Carlsen realisieren elektrisches Kühlfahrzeug

Das Fahrzeug auf Basis des AL-KO/ABT eCab mit VW-T6-Triebkopf zeigt in Kombination mit einem elektrisch angetriebenen Kühlaufbau von Carlsen Baltic, wie ein emissionsfreies und leises Lieferfahrzeug für die boomenden Lebensmitteldienste aussehen könnte.

Der Sonne entgegen: Der skandinavies Lebensmittellieferdienst MatHem hat sich von AL-KO, ABT und Carlsen einen Elektro-Kühl-Laster auf die Räder stellen lassen. | Foto: MatHem
Der Sonne entgegen: Der skandinavies Lebensmittellieferdienst MatHem hat sich von AL-KO, ABT und Carlsen einen Elektro-Kühl-Laster auf die Räder stellen lassen. | Foto: MatHem
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Johannes Reichel

Der schwedische Marktführer im Lebensmittelheimlieferdienst MatHem hat jetzt das erste elektrisch betriebene Kühlfahrzeug der 3,5-Tonnen-Klasse in Skandinavien in Betrieb genommen. Die Plattform des neuen Fahrzeugs bildet der gemeinsam von AL-KO Fahrzeugtechnik und der E-Mobility-Sparte von ABT Sportsline entwickelte, vollelektrisch angetriebene E-Transporter "eCab". Die Grundlage stellt ein Volkswagen T6-Zugkopf mit modifiziertem AL-KO Leichtbau-Chassis dar, in das die Batterien vollständig integriert werden. Der speziell für diesen Transporter entwickelte Aufbau stammt von Carlsen Baltic, einem führenden Hersteller von leichten Kühlfahrzeugen in Europa.

Dieser setzt beim Kofferaufbau auf ein vollelektrisches Kühlsystem, das über eigene Lithiumbatterien verfügt. Dadurch benötige man kein konventionelles Kühlaggregat, um Kälte zu erzeugen. So könne man den Kühlkoffer auf ein vollelektrisches Fahrgestell montieren und ein zu hundert Prozent elektrisches Fahrzeug realisieren. Das Leichtbau-Chassis mit Torsionslenkerachse und Scheibenbremsen sowie optimal abgestimmtem ESP soll laut Anbieter ein hohes Maß an Fahrsicherheit, -dynamik und -komfort bieten. Das Fahrgestellkonzept lasse zudem viele Möglichkeiten individueller Aufbauvarianten. Als Komfortfeatures für den Fahrer verfügt das Kühlfahrzeug über eine Hochvoltheizung in der Fahrerkabine. Die Ladekapazität der Akkus soll für 130 km nach NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) ausgelegt sein.

Was bedeutet das?

Wieder einmal ein neues Mosaiksteinchen im Markt der Elektromobiltät - nachdem der Chassis-Spezialist AL-KO und Motorsportlegende ABT Sportsline 2016 ihren eCab vorgestellt und teils als Paketliefer-Fahrzeug für DHL umgesetzt haben, folgt jetzt ein weiteres spannendes Branchenmodell, bei dem sogar die Kühlung elektrisch erfolgt. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Aber hier, bei den täglich in die City fahrenden Lieferlastern mit ihren gut kalkulierbaren Routen und Kilometerleistungen, da macht E-Mobility wirklich Sinn. Fragt sich, warum die Bundesregierung primär private Elektroautos fördert. Und wenn, dann wären 4.000 Euro bei solchen, noch sehr teuren Fahrzeugen ein Tropfen auf den heißen Stein.

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