LEVC TX: Nummer 5.000 ist ein Inklusions-Taxi

Berliner Taxiunternehmer übernimmt ein teilelektrisches PHEV-London-Cab als Inklusionstaxi in Hellelfenbein.

Der Berliner Taxiunternehmer Semir Derkan (r.) bekam beim Händler Koch von LEVC-Chef Jörg Hofmann das 5.000ste LEVC TX-Modell überreicht. | Foto: LEVC
Der Berliner Taxiunternehmer Semir Derkan (r.) bekam beim Händler Koch von LEVC-Chef Jörg Hofmann das 5.000ste LEVC TX-Modell überreicht. | Foto: LEVC
Johannes Reichel
von Dietmar Fund

Ein Berliner Taxiunternehmer hat sein PHEV-Londontaxi als Inklusionstaxi in Hellelfenbein Dienst gestellt. Serkan Demir ist seit fünf Jahren selbstständiger Taxiunternehmer in der Großstadt Berlin, die sich mit rollstuhlgerechten Taxis schwertut. Anders als viele Unternehmerinnen und Unternehmer zeigt er nun Mut und schaffte sich das erste als „Inklusionstaxi“ vom Berliner Senat geförderte Taxi des Typs LEVC TX mit Plug-in-Hybrid-Elektro-Antrieb und Range-Extender-Motor an. Darüber freuen sich nun auch der britische Hersteller und Jörg Hofmann als Vorsitzender seiner Geschäftsleitung. Sie feiern dieses Taxi als das 5.000 Modell seiner Art, das seit Januar 2018 in einem neuen Werk in Coventry gebaut worden ist.

Die wenigsten von ihnen rollen in Hellelfenbein. Hierzulande sind sie vor allem in buntem Outfit im Rahmen von On-Demand-Konzepten im Auftrag von städtischen Verkehrsbetrieben im Einsatz, an denen nur drei Taxiunternehmer in Karlsruhe, Krefeld und Melsungen als Partner beteiligt sind.

Laut LEVC plant der Taxiunternehmer, mit seinem batterieelektrisch angetriebenen Siebensitzer einen Service für Privatkunden, Geschäftskunden und Rollstuhlfahrer. Er möchte wegen der Barrierefreiheit seines Inklusionstaxis eng mit örtlichen Kliniken und Gesundheitsdiensten zusammenarbeiten. Denen kann er mit der einfach von Hand ausklappbaren Rampe die Beförderung von Fahrgästen im Rollstuhl anbieten.

Attraktiv findet der Unternehmer demnach auch die beim LEVC TX von Haus aus fest eingebaute Trennwand mit Sprechverbindung vom Fahrer zum Fahrgastraum. Mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 101 Kilometern und einer Gesamt-Reichweite von bis zu 510 Kilometern per Dreizylinder-Benziner sieht er sich auch für längere Fahrten gewappnet.

Für sein Elektrotaxi kann Serkan Demir die Bundesförderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Höhe von 5.625 Euro in Anspruch nehmen. Außerdem bekommt er über das Förderprogramm „Inklusionstaxi“, das es nur in Berlin gibt, weitere 15.000 Euro bezuschusst.

Ausgeliefert wurde der 5.000 LEVC TX über den Berliner Händler Koch. Er ist in der Berliner Taxibranche noch aus einer Zeit bekannt, in der er mit einer engagierten Taxi-Mannschaft und der Marke Mazda am örtlichen Taxi-Markt eine starke Position hatte. Dittmar Michelsen kümmerte sich damals in Leverkusen um die Unterstützung der Händler in Sachen Taxi. Lange her...

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