Lease a Bike-Umfrage: Hälfte findet Diensträder toll

In einer Umfrage hat der Dienstradanbieter das Mobilitätskonzept mit Dienstrad bei Arbeitnehmern abgefragt. Die finden das mehrheitlich sehr attraktiv - und sehen Gesundheits- wie Umweltvorteilen. Aber knapp die Hälfte hat noch nichts davon gehört. Hohes Potenzial für Klimaschutz.

Immer beliebter - und bekannter: Über 50 Prozent kennt das Dienstrad-Konzept - das großes Potenzial für Pendler hätte. | Foto: Gazelle
Immer beliebter - und bekannter: Über 50 Prozent kennt das Dienstrad-Konzept - das großes Potenzial für Pendler hätte. | Foto: Gazelle
Johannes Reichel

Fast jede*r zweite deutsche Angestellte findet das Konzept Dienstradleasing attraktiv oder sehr attraktiv, in der jungen Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 64 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Dienstrad-Spezialisten Lease a Bike in Zusammenarbeit mit dem Marktdaten- und Statistikunternehmen Statista. Von den Befragten, die kein Dienstradleasing-Angebot im Unternehmen bereitgestellt bekommen, interessieren sich 3 von 5 Personen (59%) für ein Dienstrad. Auch hier ist das Interesse bei den 18- bis 29-Jährigen (76 %) und bei den 30-bis 49-Jährigen (65 %) am stärksten.

Am meisten überzeugen die Gesundheits- und Umweltaspekte mit jeweils 66 % die Angestellten am Dienstradleasingkonzept. Allerdings kennen immerhin knapp die Hälfte der Befragten Dienstradkonzepte noch nicht. Die vom Anbieter in Auftrag gegebene und quantitative Studie unter 1.000 erwerbstätigen Teilnehmer*innen im Alter von 18 bis 67 Jahren zum Thema „Dienstradleasing und nachhaltige Mobilität" fand im Zeitraum von 21. bis 25. Februar 2022 statt und untersuchte das Mobilitätsverhalten und den Status Quo von Fahrradleasing unter Arbeitnehmer*innen in Deutschland.

Datenlage noch sehr dünn

Nachhaltige Mobilitätsmodelle würden immer beliebter und präsenter – und doch sei die Datenlage zum Thema Dienstradleasing noch sehr dünn, konstatiert der Anbieter. Daher habe man das Mobilitätsverhalten von 530 männlichen und 470 weiblichen Angestellten in Bezug auf Fahrradleasing untersucht. Ziel der Studie war es, Kenntnisse über die Nutzung der Fortbewegungsmittel für den Arbeitsweg oder Freizeit, den Stellenwert des Fahrrads bzw. Dienstrads sowie die Relevanz des Faktors Nachhaltigkeit bei der Wahl des Fortbewegungsmittels zu gewinnen. Zudem sollte das Interesse am Fahrradleasing und die Nutzung dessen untersucht werden. Die Bereitschaft zum Leasing, aber auch Wissens-Barrieren sowie Informationsbedarf wurden dabei eruiert.

„Dank dieser Studie haben wir nun ein besseres Verständnis für die Interessen und das Nutzungsverhalten von Beschäftigten gegenüber dem Dienstradleasing-Konzept. Wir wissen jetzt, dass der Bedarf nach Angeboten für nachhaltige Mobilität noch weiter steigt und gerade die jüngere Generation grüne Mobilitätskonzepte mehr als begrüßt", erklärte Christian Wölbern, General Manager von Lease a Bike.

Man habe aber auch erkannt, dass noch erhebliche Wissenslücken bestehen. Grüne Mobilität sei relevanter denn je und Ziel sei es, dass möglichst viele Angestellte in Deutschland und Europa nachhaltige Mobilitätsangeboten wie Dienstradleasing kennen und im besten Fall auch wahrnehmen, so Wölbern weiter.

Immerhin: Fahrrad nach Auto beliebtestes Transportmittel für Arbeit

Eine besonders große Bedeutung habe das Fahrrad für viele Befragte in der Freizeit. Für den Weg zur Arbeit nutzen die meisten Befragten immer noch das Auto (81%). Mit 41 % belegt das Rad den zweiten Platz, gefolgt von öffentlichen Verkehrsmitteln (39 %). E-Varianten wie beispielsweise Tretroller (6%) werden für den Arbeitsweg am wenigsten genutzt. Besonders spannend: für viele Befragte über alle Altersgruppen hinweg ist das Fahrrad vor allem für die freizeitliche Nutzung (sehr) wichtig (70 %). Für 35 % spielt das Fahrrad auch für den Arbeitsweg eine große Rolle. Die höchste Relevanz (47 %) hat das Fahrrad für den Arbeitsweg bei den Jüngeren (18 bis 29 Jahre).

Mehr als der Hälfte kennt Dienstrad-Konzept

Fast jeder Zweite bewertet das Konzept als (sehr) attraktiv. Die 18- bis 29-Jährigen sind von dem Dienstradleasing-Konzept am stärksten überzeugt. Beim Bekanntheitsgrad vom Dienstradkonzept ist allerdings noch Luft nach oben: Denn fast jeder zweite kennt das nämlich noch nicht. Jeder Vierte (23 %) gibt an, dass in seinem Unternehmen ein Dienstradleasing-Angebot bereitgestellt wird. Dieser Anteil zeigt eine positive Entwicklung mit steigender Mitarbeiteranzahl.

Von allen Befragten, deren Unternehmen ein Dienstradleasing-Konzept anbieten, nutzt fast jeder Dritte (29 %) auch das Angebot – bei den Jüngeren sind es sogar 42 %. Mit dem Konzept sind 97 % der Nutzer*innen zufrieden. Besonders überzeugt sind Dienstrad-Nutzer*innen von den Rundum-Schutz-Paketen und der Möglichkeit ein Fahrrad zum fairen Preis zu erhalten. Von den Personen, die kein Dienstradleasing-Angebot im Unternehmen gestellt bekommen, gaben immerhin 59% an, dass sie sich ein solches Programm wünschen würden. Am stärksten ist das Interesse auch hier bei den 18- bis 29-Jährigen (76 %).

Hauptgründe fürs Job-Bike: Nutzung in der Freizeit

Die Hauptgründe für die Nutzung eines Dienstrads stellen die vollumfängliche Nutzung in der Freizeit (33 %), die Rundum-Schutz-Versicherung (27 %) sowie die breite Auswahl an Fahrradmodellen (27 %) dar. Was die meisten Befragten von einer (Weiter-) Nutzung abhält, ist das fehlende Dienstrad-Angebot in ihrem Unternehmen (68 %) oder die weite Entfernung zur Arbeit (34 %).

Zukünftig kann sich fast jeder Zweite vorstellen, ein Dienstrad zu nutzen. Hier lassen sich als Kernzielgruppen die 18- bis 29-Jährigen (55 %) sowie die 30- bis 49-Jährigen (53 %) identifizieren. Dahingegend sind 91 % der Nutzer*innen überzeugt, das Dienstrad weiterhin zu nutzen. Abschließen ließ sich feststellen, dass den Befragten bei der Dienstrad-Nutzung vor allem die Gesundheits- und Umweltaspekte (jeweils 66 %) am wichtigsten sind.

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