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Lastenräder: Citkar Loadster strebt in die Serie

Das speziell für den gewerblichen Einsatz gestaltete E-Cargobike überzeugte Investoren und startet Fertigung, mittelfristig in einer voll digitalisierten Werkshalle, die man mit PEM Motion plant.

Nach sechs Jahren am Zwischenziel: Der Citkar Loadster entstand rund um den Gründer Jonas Cremer. | Foto: Citkar
Nach sechs Jahren am Zwischenziel: Der Citkar Loadster entstand rund um den Gründer Jonas Cremer. | Foto: Citkar
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Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Das Berliner Mobilitäts-Start-up citkar startet in die Serienfertigung seines vierrädrigen und überdachten Lastenfahrrads „Loadster“. Die allerersten Modelle sollen im Laufe der nächsten Woche vom Band rollen, gleichzeitig mit der zweiten Finanzierungsrunde, vor deren Abschluss man derzeit steht, wie das Unternehmen mitteilt. So habe die „Plattform für urbane Mobilität“, wie sich der Anbieter auch bezeichnet, in Frankfurt am Main beim renommierten „Pitch Club“ vor einem Saal mit Investoren überzeugen können und gewann den Publikumspreis.

„Wenn du seit sechs Jahren an einer Idee jeden Tag arbeitest und dann steht sie endlich serienreif vor dir, dann ist das ein ganz besonderer Moment“, erzählt citkar Gründer und CEO Jonas Kremer.

Vor kurzem wurde das allererste Serienmodell noch in der heimischen Werkstätte, dem MotionLab Berlin, aufgebaut. In diesem Hardware-Coworking-Space wuchs das Unternehmen innerhalb von anderthalb Jahren von zwei auf zwölf Mitarbeitern und ging durch vier Prototypenphasen. Die Serienfertigung soll man auch auf den sozialen Kanälen des Unternehmens verfolgen können.

Das Modell soll dem harten Logistikalltag trotzen können

Der Loadster ist ein elektrisch unterstütztes Lastenfahrrad, das sich nicht nur, aber speziell an Gewerbetreibende wendet. Es ist überdacht und kann mit einer Tür ausgestattet werden, soll so vor fast allen Witterungen schützen. Mit seiner Transportfläche fällt es auch unter die Bundesförderung von bis zu 2.500 Euro, wirbt der Anbieter. Die Reichweite für die Tretunterstützung beträgt von Akku 50 Kilometer, der Akku ist austauschbar und über drei Steckplätze lässt sich die Reiweite steigern. Nach dem Dafürhalten des Anbieters reiche das aber nicht, um als Nutzfahrzeug zu bestehen. Er berichtete von Lastenrädern großer Hersteller, die schon nach 800 Kilometern defekt seien, bis hin zu Rahmenbrüchen.

"Auf den Dauereinsatz mit großen Lasten auf unebenen Radwegen und großen Bordsteinkanten sind herkömmliche Lastenräder, die sich zumeist an Privatkunden richten, nicht geeignet", so Kremers Einschätzung.

Bei dem eigenen Quad setze man deshalb auf einen robusten Stahl-Rahmen, eine Aluminium-Verstärkung des Gehäuses und eine vollgefederte Einzelradaufhängung. Bisher hätten alle Kunden nach einer Testphase ein Modell gekauft, wirbt der Jungunternehmer. Kremer verwies auch auf den Boom bei elektrisch unterstützten Lastenrädern, die sich häufiger verkauften, als beispielsweise E-Autos und am Markt in 2018 um 80 Prozent zugelegt hätten.

"Die Revolution findet, ungeachtet der medialen Aufmerksamkeit, auf dem Radweg statt", legte Kremer vor dem Investoren-Publikum dar.

Die Anlaufserie aus der Heimstätte startet ab Herbst und wird auch unterstützt durch Mitarbeiter der Berliner „VfJ Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen“. Darüber hinaus plant man in Beratungen mit PEM Motion, einer Ausgründung der RWTH Aachen um Prof. Günther Schuh („e.Go“, „Streetscooter“) den Aufbau einer volldigitalisierten Werkshalle.

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