Lancia startet neu: Elektrisch und mit Kompakt-SUV

Lancia will bis 2026 bis zu drei neue Modelle bringen, darunter rein elektrisch.

Lancia-CEO Luca Napolitano mit seinem neuen Team: Paolo Loiotile, Yann Chabert, Erica Valeria Ferraioli und Roberta Zerbi. Sie sollen die Marke neu beleben. | Foto: Lancia
Lancia-CEO Luca Napolitano mit seinem neuen Team: Paolo Loiotile, Yann Chabert, Erica Valeria Ferraioli und Roberta Zerbi. Sie sollen die Marke neu beleben. | Foto: Lancia
Gregor Soller

Laut der Plattform Automotive-News hat Stellantis-Chef Carlos Tavares auch ein Herz für Lancia: Die Marke solle den Fokus auf Design, Elektrifizierung und Expansion legen. Letzteres ist am einfachsten: Aktuell verkauft Lancia noch den in Polen gebauten y in einem Markt weltweit: In Italien! Das aber besser als Alfa Romeo seine ganze Palette in Europa…jetzt wurde Jean-Pierre Ploué mit der Konzeption neuer Modelle beauftragt. Er verantwortet auch das Design von Abarth, Alfa Romeo, Citroën, DS, Fiat Europa, Opel, Peugeot und Vauxhall.

Insidern zufolge sollen bei Lancia ein Kleinwagen (als Y-Ersatz), ein kompakter Crossover und eine kompakte Kombilimousine projektiert sein. Wichtig: Das kleine Modell könnte ab Mitte 2024 den aktuellen Ypsilon ersetzen, dürfte allerdings nicht auf der elektrischen Basis des Fiat 500 stehen, sondern auf der für 2022 vorgesehenen zweiten Generation der von PSA in die Stellantis-Gruppe eingebrachten eCMP-Basis. Damit ist der neue Y das erste Elektroauto der Marke. Es soll aber auch noch Verbrenner geben. Der kompakte Crossover soll Anfang 2026 nur noch mit Batterie-Antrieb eingeführt werden.

Er wurde vom Management laut Automotive News bereits ebenso abgesegnet wie der Y-Nachfolger, während hinter dem größeren Modell als „Delta-Nachfolger“ neben DS 4 und Co. noch geprüft werde, ob bei einem geplanten Marktstart Ende 2027 ausreichende Volumina erreichbar seien. Der kompakte Crossover werde die Architektur STLA Medium nutzen, die zuvor bei PSA eVMP hieß.

Was bedeutet das?

Konzernchef Carlos Tavares hatte im März erklärt, dass Lancia für „italienische Eleganz stehe“. Er sehe großes Potenzial für Erfolg - nicht nur auf dem italienischen Heimatmarkt, sondern auch in angrenzenden Ländern. Doch für Eleganz steht auch DS? Man darf gespannt sein, wie sich die beiden Marken künftig differenzieren werden und welche Kunden Lancia (zurück-)gewinnen kann. Denn auf den italienischen Markt möchte Tavares hier keinesfalls verzichten.

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