Ladetechnik: Die Juice Technology AG expandiert

Die Schweizer Ladetechnikprofis gründen eine Tochtergesellschaft mit Niederlassung in München.

Am Starnberger See präsentierte Juice seine Neuheiten. | Foto: G. Soller
Am Starnberger See präsentierte Juice seine Neuheiten. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Am Starnberger See ließ Juice-Chef Erni schon durchblicken, dass man expandieren würde: Jetzt ist es offiziell: Die Juice Technology AG, führende Herstellerin von mobilen Ladestationen für Elektroautos, gibt die Gründung der deutschen Tochtergesellschaft Juice Europe GmbH bekannt. Die Nachfrage nach Ladetechnik steigt und Juice hat sich mittlerweile gut etabliert: Die Juice Technology AG hat es nach eigenen Angaben bereits im ersten Geschäftsjahr zur Weltmarktführerin bei mobilen 22-kW-Ladestationen geschafft und hält diese Position seither.

Das Portfolio, die eigenen Produkte und Lösungen wurden innerhalb der letzten fünf Jahre stetig erweitert, perfektioniert und auf aktuelle Gegebenheiten angepasst. Ein Beispiel dafür ist die jüngst eingeführte optionale Nummernschilderkennung der Fahrzeuge. Ebenfalls 2019 launchte man das Auswertungssystems von Ladevorgängen, „billJUICE“ genannt und seit Juni 2019 ist der Juice Phaser auf dem Markt, mit dem Besitzer einphasig ladender E-Autos doppelt so schnell laden können, ohne dabei den Hausanschluss zu überlasten. Nach anfänglichem Zögern verkauft sich auch dieses Produkt mittlerweile zur vollsten Zufriedenheit.  

Ernis Ansatz: „Einfach und sicher“ muss es sein, wobei sich die Schweizer nie von den Möglichkeiten der Programmierung, sondern immer von Fragen aus der Praxis treiben lassen. Christoph Erni, CEO und Gründer der Juice Technology AG, erklärt dazu:

„Mit der Gründung der Juice Europe GmbH und der Niederlassung in München wollen wir noch näher an unseren Kunden und Partnern sein. Das Europageschäft wird künftig komplett über die deutsche GmbH abgewickelt und soll die Geschäftsvorgänge für uns und unsere Kunden und Partner um ein Vielfaches leichter und transparenter machen.“

Heißt übersetzt: Wer eine Wallbox bei Juice kauft, kann die auch in wenigen Minuten montieren und braucht dafür kein Zertifikat – außer dem eines Elektrofachbetriebes. Auch die Elektronik wurde „überdimensioniert“ ausgelegt, so dass künftige Softwareupdates (idealerweise over the air) kein Problem sein sollten. Es sind viele Detaillösungen, die Juice hier von anderen Herstellern unterscheiden, aber der Schweizer Christoph Erni pocht hier auf Qualität und Know-how und merkt scherzhaft an:

„Wir haben uns überlegt, wer sich hier alles das Hirn zermartern muss und dann festgestellt, dass wir das am besten bei uns selbst machen.“

Die Juice Technology AG ist weltweit an mehreren Standorten mit eigenen Niederlassungen, Tochter- und Partnerunternehmen präsent. Außerdem verfügt sie über ein globales Netz an Wiederverkäufern. Mittlerweile arbeiten 74 Personen in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Marketing, Verkauf und Logistik. Die Gruppe wird nun um die Juice Europe GmbH erweitert.

Was bedeutet das?

Juice expandiert – auf eine dezente, aber umso nachhaltigere Weise. Die Schweizer erweitern ihr Portfolio sukzessive um sinnvolle Lösungen – und expandieren jetzt mit einer neuen Organisation, welche den Vertrieb optimieren soll. 

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