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LA Autoshow 2018: Kia zeigt neuen E-Soul

Ganz neue Klasse: Der neue Soul verdoppelt fast die Leistung und definitiv die Reichweite

Den neuen Soul erkennt man von vorn sofort an den schmalen Scheinwerfern. | Foto: Kia
Den neuen Soul erkennt man von vorn sofort an den schmalen Scheinwerfern. | Foto: Kia
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Gregor Soller

Der nächste E-Soul macht einen Riesenschritt: Kias neuester Stromer, der in Gwangju in Korea produziert wird, kommt im ersten Halbjahr 2019 nach Europa. Vor allem beim akku legten die Koreaner massiv nach: Der neue Energiespeicher, eine flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 64 kWh, gibt dem e-Soul im Vergleich zum Vorgänger (30-kWh-Akku) eine viel größere Reichweite. Die offiziellen Werte werden Anfang 2019 bekanntgegeben, da sich das Modell noch in der abschließenden Testphase befindet – tendenziell müssten aber je nach Fahrweise gut 350 bis 400 Kilometer möglich sein.

Angenehm: Ein Schnellladeanschluss für den europäischen Standardstecker (CCS) gehört zur Serienausstattung. Erheblich gesteigert wurden auch Leistung und Kraft: die Antriebspower. Der neue Elektromotor leistet 150 kW (204 PS; bisherige Modellgeneration 81,4 kW/110 PS) und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 395 Nm (bisher: 285 Nm). Entsprechend legte man auch fahrwerkstechnisch nach: Auch das neue Fahrwerk mit Mehrlenkerhinterachse – statt der bisherigen Verbundlenkerhinterachse – trägt zum sportlicheren Fahrerlebnis bei, das durch die neue Fahrmodus-Wahl noch intensiviert werden kann. Sie bietet vier Einstellungen (Komfort, Sport, Eco, Eco+), je nachdem, ob Fahrspaß oder Energieeffizienz im Vordergrund stehen sollen. Die Fahrmodi haben auch Einfluss auf das regenerative Bremssystem, die Klimatisierung und die mögliche Höchstgeschwindigkeit.

Aber auch bei der Intelligenz packte Kia eine gute Schippe drauf: Das regenerative Bremssystem, das beim Bremsen oder Ausrollen kinetische Energie in elektrische umwandelt und damit die Batterie lädt, kann über Wippen am Lenkrad unterschiedlich eingestellt werden (vier Stufen). Es beinhaltet eine „Brake and Hold“-Funktion, die ebenfalls über die Lenkradwippen aktiviert wird und den e-Soul ausschließlich per Rekuperation bis zum Stand abbremst. Darüber hinaus kann sich das intelligente System auch am vorausfahrenden Verkehr orientieren und den Abbremsvorgang jeweils maximal energieeffizient gestalten. Wie stark der Fahrer mit dem Einsatz des Gaspedals die Batterie in Anspruch nimmt, kann er in jeder Fahrsituation direkt auf einem Display („Smart Eco Pedal Guide“) in der Instrumenteneinheit ablesen.

Wie beim Vorgänger ist der Ladeanschluss in die Blende integriert, die den Kühlergrill ersetzt. Die Farbpalette des Kia-Stromers wird mit der neuen Generation um neue Ein- und Zweifarblackierungen erweitert.

Wie beim Antrieb präsentiert sich der Kia e-Soul auch bei den Assistenz-, Infotainment- und Komforttechnologien auf dem modernsten Stand. Im Cockpit findet sich statt eines konventionellen Wählhebels ein Gangwahl-Drehschalter (Shift by Wire). Und das Infotainmentsystem beinhaltet einen 10,25-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration und Bluetooth mit Spracherkennung. Im e-Soul setzt Kia erstmals in Europa das neue Telematiksystem UVO ein, mit dem der Fahrer zahlreiche Fahrzeugfunktionen beobachten und kontrollieren kann. UVO liefert unter anderem Echtzeitinformationen zu Ladestationen und bietet auch die Möglichkeit, das Laden zu programmieren. Zudem ist das Fahrzeug durch UVO in der Lage, im Notfall einen Alarm an einen Server zu schicken, Rettungsdienste zu benachrichtigen und die GPS-Daten des Fahrzeugs zu übermitteln – wodurch zugleich ein Mikrofon eingeschaltet wird, damit die Rettungskräfte mit dem Fahrer oder den Fahrzeuginsassen sprechen können. Über die „Send2Car“-Funktion des UVO-Systems lassen sich zudem geplante Routen und Stationen (POI) direkt an das Navigationssystem des Kia e-Soul schicken. Für Sicherheit sorgen neben sieben Airbags unter anderem Frontkollisionswarner mit Notbremsassistent, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Querverkehrwarner, Müdigkeitswarner und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion.

Was bedeutet das?

Der neue E-Soul hat gegenüber dem Vorgänger in allen Belangen einen Riesenschritt gemacht und fährt damit eigentlich eine komplette Klasse höher als dieser. Wenn Kia jetzt bei den Preisen Maß halten kann, sollte der E-Soul auch dank seines gelungenen Packages ein Erfolg werden.
 

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