L.A. Autoshow: VW zeigt ID. Space Vizzion

VW kämpft für den Kombi und zeigt ausgerechnet im Land der SUV eine Kombi-Studie – den ID. Space Vizzion.

Lang lebe der Kombi: VW kämpft mit dem ID. Space Vizzion für eine geniale Fahrzeuggattung. | Foto: VW
Lang lebe der Kombi: VW kämpft mit dem ID. Space Vizzion für eine geniale Fahrzeuggattung. | Foto: VW
Gregor Soller

Eigentlich waren die USA ein Kombi-Land: Bereits in den 1940er Jahren kamen die ersten holzbeplankten „Woodies“ nicht nur im Handwerk, sondern auch in den Familien an und hielten sich dort wacker bis in die 1980er-Jahre. Dann wurden sie von dden Minivans verdrängt, die wiederum den SUV weichen müssen. Doch VW hält tapfer dagegen.

Vergleichsweise flach und innen luftig zeigt die Studie ID Vizzion, dass man nicht immer hoch sitzen muss, um viel Platz zu haben. Großzügige Einzelsitze laden zum Lümmeln ein, die mit mit einem Kunstleder-Sitzbezug versehen wurden, der laut VW „mit einem Anteil von Reststoffen aus der Apfelsaftproduktion“ hergestellt wird.

Der Elektroantrieb fällt mit 340 PS (250 kW) „mittelstark“ aus, wenn man die aberwitzigen Leistungen der meisten anderen Stromboliden-Studien zum Vergleich heranzieht. Darunter sitzt die starke 82-kWh-Akku-Version. Von 0 auf 100 km/h soll es in 5,4 Sekunden gehen, das Topspeed wird allerdings bei 175 km/h abgeregelt. Selbst die werden eilige Vertreter auf den heutigen übervollen Autobahnen eher selten erreichen.

Diese ganzen Werte würden aber gut zur Serienversion passen, die dann auch 2021, zusammen mit einer Limousine neben den Passat gestellt wird. Womit der „MEB“ auch in der Mitte des Programmes und der Gesellschaft angekommen wäre – abseits aller SUV-Trends. Angeboten wird der ID. Vizzion dann voraussichtlich in Nordamerika, Europa und China – vielleicht sogar auf allen drei Märkten auch als Kombi…

Was bedeutet das?

VW hält dem Kombi auch im E-Zeitalter die Treue – und hat eine schicke SUV-Alternative auf die Räder gestellt.

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