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Kurswechsel bei Toyota

Die Japaner wollen Lithium-Ionen-Batterien künftig gegen Feststoffakkus ersetzen.

Der Brennstoffzellen-Miraj samt Wasserstofftankstellen, so wie hier für China geplant, sind nur ein Teil von Toyotas Elektrifizierungsstrategie. | Foto: Toyota
Der Brennstoffzellen-Miraj samt Wasserstofftankstellen, so wie hier für China geplant, sind nur ein Teil von Toyotas Elektrifizierungsstrategie. | Foto: Toyota
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Gregor Soller

Wie das Magazin Automobil-Produktion berichtet, soll es bei Toyota einen Kurswechsel in Sachen Elektromobilität geben. Ein Baustein der neuen Strategie sind die Feststoffbatterien, die der Autohersteller bereits seit 2010 in Japan im Feldtest hat. Wie die Japaner selbst bereits am 14.1.2010 vermeldeten, wurde in einem breit angelegten Feldversuch die Praxistauglichkeit von stationären Heizkraftwerken mit Feststoff-Brennstoffzellen-Technik (Solid-Oxide-Fuel-Cell = SOFC) für den Heimgebrauch testen. Kern der Trestreihe war damals ein Mini-Kraftwerk, das gemeinsam mit Aisin Seiki Co., Ltd., der Osaka Gas Co., Ltd. und dem Elektronikkonzern Kyocera Corporation entwickelt wurde.

Insgesamt sollen davon 30 Einheiten in ausgewählten Privathaushalten installiert worden sein, um die Anwender mit Strom und Warmwasser zu versorgen. Das Ergebnis dieser Versuche auf der Straße war das Brennstoffzellenmodell Miraj, jetzt ist man auch bei den Feststoffzellen einen Schritt weiter. Denn gegenüber Lithium-Ionen-Zellen sollen Feststoff-Batterien laut Automobil-Produktion zwischen 15 und 20 Prozent mehr Energie speichern können. Zudem seien sie kleiner und leichter als Lithium-Ionen-Batterien. Weiterer Vorteil: Die Brandgefahr soll geringer sein.

Diese Vorteile könnte Toyota jetzt für die Entwicklung von Langstrecken-Elektroautos nutzen. Eigentlich wollten die Japaner die ihre Elektroautos für den Nahverkehr konzipieren, während für Langstrecken und schwerere Modelle die Brennstoffzellentechnik gesetzt war. Mit dem Gesamtpaket aller Technologien geht Toyota jetzt den nächsten großen Schritt in Sachen Elektrifizierung, nachdem es zuletzt etwas ruhig war. Dabei helfen soll laut Automobil-Produktion die im Dezember letzten Jahres gegründete Planungsabteilung unter der Leitung von Präsident Toyota-Chef Akio Toyoda. Laut Automobil-Produktion sollen neben Toyota auch BMW und VW Feststoffbatterien entwickeln, die bis 2025 respektive 2026 serienreif sein könnten.

Was bedeutet das?

Die Elektrifizierung schreitet in großen Schritten voran und holt gegenüber der Verbrennerentwicklung der letzten 130 Jahre massiv auf.

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