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KS-Umweltpreis: Die Verkehrswende gelingt nur durch technische UND soziale Innovation

Für eine lebenswerte Zukunft müssen sich Stadt und Land neu ausrichten. Vor allem aber muss jeder Einzelne sein Mobilitätsverhalten überdenken, meint die Festrednerin zur Verleihung des 41. KS Energie- und Umweltpreises am 14. Juli, Julia Kinigadner, Lehrstuhl für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung TUM.

Die Wende im Verkehr gelingt nur mit einer Verhaltensänderun. Technik alleine wird es nicht richten, glaubt Julia Kinigadner von der TU München. | Foto: AdobeStock/GDesign
Die Wende im Verkehr gelingt nur mit einer Verhaltensänderun. Technik alleine wird es nicht richten, glaubt Julia Kinigadner von der TU München. | Foto: AdobeStock/GDesign
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Johannes Reichel

Technische Innovationen alleine werden die Mobilitäts- und Verkehrswende nicht schaffen. Das ist die Überzeugung von Dr.-Ing. Julia Kinigadner vom Lehrstuhl für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung an der TUM, die beim 41. KS-Umweltpreis am 14. Juli in München die Festrede hält. Darüber hinaus ist sie davon überzeugt, dass die Mobilitätswende nur dann gelingt, wenn alle möglichen Lösungen miteinander verknüpft sowie schneller umgesetzt werden.

„Innovationen auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik sowie der Mobilitätssysteme können immer nur ein Teil der Lösung sein. Erst wenn auch die Menschen dazu bereit sind, ihr eigenes Mobilitätsverhalten zu überdenken und neu auszurichten, werden wir die Mobilitätswende erfolgreich umsetzen können“, bringt es die promovierte Ingenieurin Julia Kinigadner, die sich an der TU München schwerpunktmäßig mit der Zukunft der Mobilität befasst, auf den Punkt.

Mit der Auszeichnung unterstreicht Deutschlands drittgrößter Automobilclub erneut die Bedeutung von Innovationen in der Fahrzeugtechnik und bei klimafreundlichen Mobilitätssystemen für die Zukunft des Industriestandortes Deutschland und Europa.

Systemische Herangehensweise an die Mobilitätswende nötig

Nach Überzeugung Kinigadners muss systemisch an die Mobilitätswende herangegangen werden. So sei das Mobilitätssystem komplex. Entsprechend gebe es nicht nur ein Problem oder eine Lösung.

„Es wird sehr viel über Klima und Elektrifizierung diskutiert. Aber es gibt neben CO2- Emissionen auch Herausforderungen wie Unfallkosten, Flächenverbrauch, Stau oder Lärm, die angegangen werden müssen", appellierte Kinigadner.

Darüber hinaus stelle sich natürlich auch die Frage, in welchem Zeit- und Kostenrahmen theoretisch wirksame Lösungen wie die Elektrifizierung überhaupt umsetzbar seien. Statt Verharren auf bestehenden Strukturen ein beherztes Ja zum Wandel Wichtig, um die Mobilitätswende zu schaffen, ist für Kinigadner darüber hinaus, innovative Technologie- und Mobilitätslösungen mehr denn je sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Eine weitere Herausforderung sieht die Wissenschaftlerin in der Umsetzung.

„Erst wenn es uns gelingt, die entsprechenden Lösungen auch tatsächlich zu realisieren, werden wir die Mobilitätswende weiter vorantreiben und zeitnah umsetzen können.“

Insgesamt seien Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gleichermaßen gefordert, damit die Transformation gelingt, ist Kinigadner überzeugt. Statt Verharren auf bestehenden Strukturen müsse die Devise lauten: „Ein beherztes Ja zum Wandel“. Denn nur durch technische und soziale Innovationen zusammen sei die Mobilitätswende zu schaffen, resümiert Dr. Julia Kinigadner mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen.

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