Kopenhagen setzt auf MAN Lion‘s City 12 E

Das dänische Nahverkehrsunternehmen Anchersen A/S hat 25 Exemplare des Batterie-Solos geordert, die noch in diesem Jahr ausgeliefert werden sollen.

Premiere von MAN-Stromern in Dänemark: 25 Lion‘s City 12 E sind ab Ende des Jahres auf der zentralen Kopenhagener Buslinie 7A unterwegs, auf der jährlich mehr als 4,3 Mio. Fahrgäste befördert werden. (Foto: MAN)
Premiere von MAN-Stromern in Dänemark: 25 Lion‘s City 12 E sind ab Ende des Jahres auf der zentralen Kopenhagener Buslinie 7A unterwegs, auf der jährlich mehr als 4,3 Mio. Fahrgäste befördert werden. (Foto: MAN)
Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Premiere: Anchersen A/S, das städtische Verkehrsunternehmen in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen, hat erstmalig 25 vollelektrische MAN Lion‘s City 12 E bestellt. Die 12-m-langen Stromer sollen Ende dieses Jahres ausgeliefert werden. Für MAN ist es die erste Elektrobusbestellung aus Dänemark.

„Vor wenigen Monaten hat Nobina Sverige AB 22 Lion’s City E für Malmö in Schweden bei uns bestellt. Nach diesem Auftrag ist das nun die nächste große Bestellung für unsere Elektrobusse aus Skandinavien. Deshalb und auch, weil es die ersten MAN-Stadtbusse überhaupt für Anchersen sind, freuen wir uns sehr über den Auftrag“, sagt Rudi Kuchta, Head of Business Unit Bus bei MAN Truck & Bus.

Zum Einsatz kommen sollen die 25 Lion‘s City 12 E auf der zentralen Kopenhagener Buslinie 7A, auf der jährlich mehr als 4,3 Mio. Fahrgäste befördert werden.

„Das Thema eMobilität im Busverkehr wird bei uns künftig großgeschrieben. Um den Stadtverkehr so nachhaltig wie möglich zu gestalten, werden unsere neuen Stadtbusse ausschließlich mit Ökostrom geladen. So sind sie im täglichen Betrieb komplett emissionsfrei und zudem überaus leise unterwegs“, sagt Poul Anchersen, Vorstandsvorsitzender und Inhaber von Anchersen.

Großzügiges Platzangebot

Die georderten E-Solos bieten bis zu 76 Fahrgästen Platz. Zusätzlicher Sitzabstand und gepolsterte Komfortsitze sollen dafür sorgen, dass die Passagiere besonders komfortabel ihr Ziel erreichen.

„Ein großzügiges Platzangebot nimmt gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Pandemie, enorm an Bedeutung zu. Passagiere haben in unseren Bussen die Möglichkeit, besser Abstand zu anderen Fahrgästen zu halten“, sagt Rudi Kuchta

und führt das beim Lion’s City E vor allem auch auf den optimierten Sitzbereich im Heck, der durch den Wegfall des Motorturms entsteht, zurück.

Antrieb und Batterien

Beim Antrieb setzt MAN in seinem Elektro-Solo auf einen Zentralmotor an der Hinterachse, dessen Positionierung laut MAN gleich mehrere Vorteile birgt: Fahrstabilität und Sicherheit erhöhen sich ebenso wie die maximale Energierückgewinnung beim Bremsen. Die Energie für den vollelektrischen Antriebsstrang stammt aus den Batterien auf dem Fahrzeugdach, die eine installierte Kapazität von 480 kWh haben. Dabei setzt der Busbauer auf die Batteriezellentechnologie aus dem Konzernbaukasten, die eine zuverlässige Reichweite von 200 km und bis zu 270 km unter günstigen Bedingungen über den gesamten Lebenszyklus der Batterien generieren.

Laden im Betriebshof

Geladen wird bei Anchersen A/S ausschließlich im Busdepot. Geladen wird via Combined Charging System-Stecker (CCS). Bei einer durchschnittlichen Ladeleistung von 100 kW ist der MAN Lion’s City 12 E in weniger als drei Stunden komplett geladen, bei maximaler Ladeleistung von 150 kW verkürzt sich die Ladezeit entsprechend, teilt MAN mit.

Um ausreichend Ladekapazitäten für die elektrischen Stadtbusse zu haben, plant Anchersen A/S den Bau eines eBus-Ports mit 25 Ladestationen auf dem etwas außerhalb von Kopenhagen liegenden Betriebshof in Jernholmen.

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