Konsequent: Westfalen baut Tankstellen zu Mobility Hubs um

Die Westfalen Gruppe entwickelt ihre Tankstellen zu zukunftsfähigen Mobility Hubs. Als zentrale Anlaufstellen für mobile Menschen sollen diese alternative Energien mit einem breiteren Angebot an nachhaltigen Produkten und Services bieten.

 

Naturmaterialien, eine App und Schnelllader: Die Westfalen-Gruppe baut ihre Tankstellen sukzessive um. | Foto: Westfalen
Naturmaterialien, eine App und Schnelllader: Die Westfalen-Gruppe baut ihre Tankstellen sukzessive um. | Foto: Westfalen
Gregor Soller

Die Westfalen-Gruppe baut um: Den Anfang haben die Westfalen Tankstellen in Bornheim (NRW) und Baunatal (Hessen) gemacht. Das Münsteraner Unternehmen möchte sich mit dem neuen Konzept unabhängiger von fossilen Kraftstoffen machen und gezielter auf die veränderten Anforderungen von Tankstellen-Gästen eingehen.

Auch die Optik wird dezent geändert: Natürlicher Look und neue Produkte

Dazu gehört ein modernes Erscheinungsbild im neuen Design, das auf Materialien in Holz- und Steinoptik setzt. In Bornheim und Baunatal beinhaltet das neue Shop- und Food-Konzept unter der Eigenmarke Alvore ein Bistro inklusiver warmer Speisen mit lokalem Bezug sowie einen großzügigen Sitzbereich. Frische Convenience-Produkte und alternative Snacks ergänzen das breite Angebot, zu dem ebenso eine umfangreiche Getränkekühlung sowie ein Angebot an ausgewählten Weinen gehören. Neben der Versorgung im Innenbereich der Tankstelle steht Gästen eine Außenterrasse mit reichlich Sitzplätzen zum Verweilen bereit. Andre Stracke, Leiter Mobility bei Westfalen erklärt den Umbau wie folgt:

„Wir erleben es alle in der heutigen Zeit sehr stark, dass alternative Antriebsenergien immer wichtiger werden. Hinzu kommt, dass vor allem attraktive Food- und Convenience-Angebote, digitale Lösungen und weitere Services an Bedeutung zunehmen. Das Thema Fahrzeugwäsche ist unabhängig von der jeweiligen Antriebsart und bleibt ein wichtiges Geschäftsfeld, das ebenfalls konzeptionell weiterentwickelt wird. Mit dem Umbau unserer Standorte wollen wir uns deutlich erkennbar von einer klassischen Tankstelle abheben.“

Stracke fährt fort:

„Mit dem Schritt hin zum Mobility Hub möchten wir unser Angebot an alternativen Antriebsenergien basierend auf den lokalen Gegebenheiten erweitern und somit zukunftsfähige Mobilität fördern“.

Schnelllade- ergänzen die Zapfsäulen, dazu kommt eine eigene App

So wird beispielsweise in Bornheim kurzfristig eine Schnellladesäule in Betrieb gehen. Eine bedeutende Rolle spielt auch die Digitalisierung. Mit fillibri hat die Westfalen Gruppe bereits vor zwei Jahren eine App auf den Markt gebracht, mit der Gäste aktuell sowohl ihre Tankung (Pay@Pump) als auch ihre Fahrzeugwäsche (Pay@Wash) digital bezahlen können. Die App stellt eine auf die Nutzerinnen und Nutzer zugeschnittene Branchenlösung dar und ist sowohl im Westfalen Tankstellennetz als auch an weiteren Tankstellen – insgesamt derzeit an über 1.300 Akzeptanzstellen – einsetzbar.

Die Funktionen der fillibri-App werden stetig weiterentwickelt. Perspektivisch können ebenso Kaffee sowie weitere Waren vorbestellt, digital bezahlt und an einem speziellen Pick Point im Shop abgeholt werden (Pay@Shop).

Was bedeutet das?

Nachdem EnBW, Shell und Aral ihre Stationen massiv um- und ausbauen, zieht jetzt auch die Westfalen-Gruppe nach: Die Umbauarbeiten betreffen zunächst den aktuellen Bestand an Tankstellen. So sollen nach Bornheim und Baunatal 2022 noch bis zu sechs weitere Westfalen Standorte im Kontext von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Wohlfühlatmosphäre zu Mobility Hubs umgewandelt werden.

 

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