Koenigsegg Gemera: Plug-in-Hybrid-Hypercar

Der Gemera ist Koenigseggs erster Viersitzer. Er bietet 1.724 PS Systemleistung und soll sehr effizient arbeiten.

Der Gemera bietet 1268 kW (1724 PS) Systemleistung. | Foto: Koenigsegg
Der Gemera bietet 1268 kW (1724 PS) Systemleistung. | Foto: Koenigsegg
Gregor Soller

Auch Koenigsegg elektrifiziert seine Supercars: Im Gemera sind drei E-Maschinen verbaut: Eine mit 298 kW (405 PS) treibt zusammen mit dem Verbrennungsmotor die Vorderräder an. Die beiden hinteren Räder verfügen je über einen eigenen 373 kW (507 PS) starken Elektromotor. Dazu kommt ein eigenentwickelter Zwei-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor(!) mit 440 kW (598 PS) Leistung und 600 Nm Drehmoment. Das Aggregat sei laut Koenigsegg äußerst potent, arbeite laut schwedischem Hersteller jedoch verbrauchseffizient und mit geringen Emissionen. Mit der sich ergebenden Systemleistung von maximal 1268 kW (1724 PS) soll der Sprint von Null auf Hundert in 1,9 Sekunden gelingen, das Topspeed gibt man mit 400 km/h an.

Rein elektrisch schafft der Gemera laut Koenigsegg bis zu 50 Kilometer, dazu ist er mit 800-Volt-Technik und einer Batterie mit 16,6 kWh Kapazität ausgerüstet. Im Hybridmodus sollen mit beiden Antrieben bis zu 1000 Kilometer ohne Lade- und Tankstopp möglich sein. Der Verbrenner lässt sich dabei auch mit dem alternativen Bioethanol-Kraftstoff E85 betreiben.

Der Viersitzer misst 4975 Millimeter in der Länge, 1988 Millimeter in der Breite und 1295 Millimeter in der Höhe. Das Chassis besteht aus Kohlefaser und Aluminium. Die Fahrhöhe lässt sich elektronisch justieren. Die vier Sitze sollen über die beiden extrem großen Türen geentert werden können, so dass die hinteren Passagiere ohne Verstellen der Vordersitze in den Fond gelangen können. Die Fahrinformationen und das Infotainment werden über einen zentralen Touchscreen angezeigt.

Zum Preis hat Koenigsegg bisher nichts verraten, zu den Stückzahlen schon: Hier plant man eine vergleichsweise „große“ Serie von 300 Einheiten. Zunächst nehmen die Schweden Anfragen von Interessenten entgegen. Nimmt man andere Hypersportler und Koenigsegg-Modelle als Maß, dürfte der Gemera deutlich über eine Million Euro kosten.

Was bedeutet das?

Wie vernünftig! Koenigsegg baut einen Plug-in-Hybrid-Viersitzer, der mit wenig Sprit extreme Fahrleistungen bieten soll. Interessant dabei der Ansatz des hubraum- und extrem leistungsstarken Dreizylinder-Benziners, den die Schweden den E-Maschinen zu Seite stellen. Im Gemera haben sie mittlerweile das Regiment übernommen – der Verbrenner dient in erster Linie der Reichweite.

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