Knorr-Bremse: Bernd Eulitz verlässt das Unternehmen

Nach nur zehn Monaten im Amt scheidet der Vorstandsvorsitzende in gegenseitigem Einvernehmen aus.

Der Firmenhauptsitz von Knorr-Bremse in München. (Foto: Knorr-Bremse)
Der Firmenhauptsitz von Knorr-Bremse in München. (Foto: Knorr-Bremse)
Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Paukenschlag bei Knorr-Bremse – der Vorstandsvorsitzende Bernd Eulitz verlässt in gegenseitigem Einvernehmen nach nur zehn Monaten seinen Posten und geht zum 31. August. Als Gründe werden tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten zu Fragen der Führung und der aktiven Gestaltung unternehmerischer Belange angegeben, die zu einer wachsenden Belastung des Verhältnisses zwischen Eulitz und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Mangold geführt hätten und eine Fortsetzung der Zusammenarbeit unmöglich machten.

„Wir suchen jetzt nach einer Unternehmerpersönlichkeit, die die Knorr-Bremse mit ihrer überzeugenden Unternehmensstrategie und einer überdurchschnittlichen Performanceentwicklung gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen weiterhin erfolgreich führen wird. Wir erwarten, dass die begonnenen Gespräche für die Nachfolge in den nächsten Wochen abgeschlossen werden können“, so der Aufsichtsratsvorsitzende von Knorr-Bremse, Klaus Mangold.

Das Unternehmen betont in seiner Pressemitteilung, dass das Ausscheiden von Bernd Eulitz in keinem Zusammenhang mit der Performance und der erfolgreichen Unternehmensentwicklung der Knorr-Bremse AG stehe.

Bereits am 16. Juli 2020 hatte das Unternehmen mitgeteilt, das zweite Quartal 2020 besser als vom Kapitalmarkt erwartet abschließen zu können. Auch der Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 unterstreiche die positive Geschäftsentwicklung des Unternehmens trotz der Auswirkungen der Covid-19- Pandemie.

Bis ein neuer Vorstandschef gefunden ist, übernehmen die Vorstandsmitglieder Peter Laier, Frank Markus Weber und Jürgen Wilder die Aufgaben von Bernd Eulitz.

Was bedeutet das?

Gerade in der Covid-Krise ist es essenziell, dass sich Vorstand und Aufsichtsrat einig sind. Sonst kann so ein arbeitsverhältnis schnell enden.

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