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Klimaschutzplan: BEM kritisiert E-Fuel-Förderung der Regierung

Verband hält Förderung von E-Fuels für "nachhaltigen Wahnsinn" und aufgrund energieaufwändiger Produktion für den Massenmarkt ungeeignet.

Synthetisch produzierte Kraftsstoffe sollen laut Bundesregierung bei der Erfüllung der Klimaziele helfen. Hersteller wie Audi versprechen bei der Produktion einen geschlossenen CO2-Kreislauf. | Foto: Audi
Synthetisch produzierte Kraftsstoffe sollen laut Bundesregierung bei der Erfüllung der Klimaziele helfen. Hersteller wie Audi versprechen bei der Produktion einen geschlossenen CO2-Kreislauf. | Foto: Audi
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Johannes Reichel

Der Bundesverband eMobilität hat das im Klimakabinett verabschiedete Klimaschutzprogramm massiv kritisiert. Die Regierung schlage "einen neuen, fatalen Kurs bei der Reduktion von CO²-Emissionen ein", warnt der Verband. Durch die vorgeschlagene Änderung der Bundes-Immisionsschutz-Verordnung sollen Tankstellen die Erlaubnis erhalten, synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) verkaufen zu dürfen. "E-Fuels werden durch einen Energie-intensiven Prozess hergestellt, der auf Basis erneuerbarer Energien für die Anforderungen des Individualverkehrs heute nicht realisierbar ist und der gigantische Mengen an Biomasse und Wasser erfordert", mahnt der Verband.

Unabhängig von der Energieproduktion werde es herkömmlichen Automobilherstellern möglich, Motoren mit E-Fuel-Beimischungen als umweltfreundlich zu verkaufen, obwohl sie in der Energiebilanz einen großen Schaden anrichten und erheblich weniger effizient sind als Batterie betriebene Autos, befindet der BEM.

„Das Mantra von der Technologie-Offenheit hat die Regierung auf einen völlig falschen Kurs gebracht“, kommentierte Markus Emmert, wissenschaftlicher Beirat des Bundesverbandes eMobilität e.V. (BEM), die jüngsten Vorschläge.

Er hält E-Fuels in ausgewählten Insellösungen etwa im Luftverkehr für sinnvoll, "für die Massennutzung ist der Gebrauch von fossilen Energieträgern ein nachhaltiger Wahnsinn". Der Batterieantrieb sei schon heute technologisch weit überlegen.

„Der neue Vorschlag des Klimakabinetts macht deutlich, dass die Minister keine Verbindung zwischen Mobilitäts- und Energiewende ziehen, sondern stattdessen ihr Silo-Denken fortsetzen“, urteilte BEM-Präsident Kurt Sigl am Mittwoch in Berlin.

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