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Kleine Revolution: Neuron EV

Das US-Unternehmen möchte einen maximal flexiblen Baukasten vom Frontlenker-Pritschenwagen bis zum schweren Lkw etablieren.

Ein hochflexibler Baukasten soll diverse Nutzfahrzeuge mit extrem hohem Gleichteileanteil möglich machen. | Foto: Neuron EV
Ein hochflexibler Baukasten soll diverse Nutzfahrzeuge mit extrem hohem Gleichteileanteil möglich machen. | Foto: Neuron EV
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Gregor Soller

Auf der China International Import Expo (CIIE) in Shanghai enthüllte das US-Start-up Neuron EV seinen T/One, den die Kalifornier als EUV (Electric Utility Vehicle) in den Markt bringen wollen. Dabei handelt es sich um einen Pickup mit Elektroantrieb, der privat und – vor allem - gewerblich genutzt werden kann. Ein ausgeklügeltes Baukastensystem bietet diverse Kabinen und Aufbauten. Außerdem legte man großen Wert auf Aerodynamik.

Die Basis der EUV-Familie ist ein modularer elektrischer Antriebsstrang auf einer extrem flexiblen Plattform. Neuron EV reklamiert, dass die Antriebskomponenten „sehr kompakt“ bauen sollen, was unter anderem auf eine eher kleine Batterie und ein ebenso kleine E-Maschine in der Basisversion schließen lässt, die dann eher für regionale Einsätze konfiguriert sein könnte. Technische Daten, Fahrleistungen oder eine Reichweite nennt Neuron EV bisher noch nicht. Die Reichweite erhöhen könnte auch eine angedachte Ladeflächen-Abdeckung mit Solarzellen.

 

Der ganz große Clou ist aber der hochflexible Aufbau, der sich beliebig mit verschiedenen Chassis zusammenstellen lässt. Dieses ist ebenso skalierbar wie die Karosserien, für die austauschbare Segmente entwickelt wurden, die sich leicht anbringen und abnehmen lassen sollen. Der „Star“ von Neuron EV demonstriert, wie flexibel man das Fahrzeug umnutzen kann: Statt der Pritsche kann man hinten auch einen Kasten oder einen Bus-Aufbau anbringen. Auf die Art soll eine komplette Nutzfahrzeugfamilie entstehen, die je nach Einsatzzweck modifiziert werden kann. Auch innen beschränkt man sich auf das Nötigste: Um keine Rechts- und Linkslenker bauen zu müssen, setzt man den Fahrer mittig und informiert per Monitor. Seitlich davon gibt es je nach Bedarf weitere, aufrecht stehende Displays.

Doch auch die Club-Vans der 70er-Jahre hat man in einer Studie zitiert: So können die Fondpassagiere in der Fahrerkabine des großen T/One in großen Lounge-Sesseln Platz nehmen, während beim „Star“ eine Sitzbank, die längs zur Fahrtrichtung angeordnet ist, genügen muss. Natürlich ist auch der Innenausbau maximal flexibel und änderbar gehalten und bietet modulare Einzelkomponenten.

Was bedeutet das?

Eine geniale Nutzfahrzeugidee: Maximale Flexibilität, zeitlose Optik, verschiedenste Variationsmöglichkeiten. Das Gesamtkonzept würde eine Revolution im Nutzfahrzeugsegment bedeuten und wäre extrem nachhaltig. Das Hauptproblem: Jetzt muss das kalifornische Startup liefern und den durchdachten Renderings Produkte folgen lassen. Diese würden weltweit funktionieren und wären aufgrund ihrer modularen Flexibilität höchst nachhaltig.   

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