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KIT erforscht Auswirkungen des vernetzten Fahrens

Das sogenannte Testfeld autonomes Fahren in Karlsruhe erhält eine Begleitforschung, die die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss, die Fahrthäufigkeit und Fahrtweite untersuchen soll.

Autonome Zone: In Karlsruhe können Anbieter ihre Technologien im Echt-Verkehr erproben. | Foto: Manuel Balzer/KIT
Autonome Zone: In Karlsruhe können Anbieter ihre Technologien im Echt-Verkehr erproben. | Foto: Manuel Balzer/KIT
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Johannes Reichel

Seit Mai 2018 betreibt das Land Baden-Württemberg das Testfeld Autonomes Fahren TAF BW in Karlsruhe. Jetzt ergänzen die Initiatoren das Testfeld um eine Begleitforschung, die unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) untersuchen soll, wie sich die Projekte selbst auf Verkehr und Technologien auf dem Testfeld auswirken. Man wolle zudem die Fragen beleuchten, was das in den realen Straßenverkehr integrierte Testfeld für die Gesellschaft bedeute und welche rechtlichen Fragen sich praktisch ergäben, so die Aufgabenstellung. Mit dem Projekt „bwirkt“ soll aus den Erkenntnissen der Begleit- und Wirkungsforschung zum automatisierten und vernetzten Fahren Handlungsempfehlungen für Wissenschaft, Industrie und Politik ableiten. Die Forscherinnen und Forscher des KIT untersuchen dabei vor allem die Auswirkungen auf den Verkehr.

„Wenn in Zukunft mehr und mehr autonome Fahrzeuge unterwegs sind, wirkt sich das voraussichtlich auf das Verkehrsverhalten der Menschen und auf den Straßenverkehr selbst aus. Diese Entwicklung müssen wir abschätzen und darauf reagieren können“, skizziert Dr. Martin Kagerbauer vom Institut für Verkehrswesen (IfV), der das Projekt seitens des KIT leitet.

Deshalb untersuche man anhand der laufenden Projekte auf dem Testfeld die Folgen des automatisierten und vernetzten Fahrens für die Verkehrsnachfrage und den Verkehrsfluss.

Wie verändert sich die Zahl der Fahrten und Weiten?

Unter anderem wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfV herausfinden, ob sich das automatisierte Fahren auf die Zahl der Fahrten sowie Fahrtweiten auswirkt und ob sich die Fahrtziele oder die Wahl der Verkehrsmittel verändern. Dazu nutzen sie die am IfV entwickelte Software namens mobiTopp, mit der sich die Personen-Verkehrsnachfrage simulieren lässt. Die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss untersucht das Team beispielsweise anhand der Daten der Sensoren des TAF BW zu Abstandsverhalten, Kapazität und Zeitlücken, präzisieren die Forscher.

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