Kia Sportage 2022: Großer Sprung

Nachdem der neue Sportage in Korea und den USA präsentiert wurde, kommt er bis Jahresende 2021 auch nach Europa

Der neue Kia Sportage wird viel eleganter als der Vorgänger. | Foto: Kia
Der neue Kia Sportage wird viel eleganter als der Vorgänger. | Foto: Kia
Gregor Soller

Der Sportage gehört zu Kias wichtigsten Modellen und ist mit fast sieben Jahren Bauzeit des (noch) aktuellen Modelles "QL" fast schon ein Langläufer im Programm. Die dann folgende Generation fünf basiert abermals auf der gleichen Plattform wie der Hyundai Tucson. Optisch sehen die Modelle zwar weltweit gleich aus, werden aber für die einzelnen Märke separat abgestimmt.

Das Design macht dabei einen Riesensprung und orientiert sich klar am EV 6 und geht in Sachen Haptik einen weiteren dezenten Schritt Richtung Premium. Dazu tragen auch die Matrix-LED-Scheinwerfer bi, die von schlanken LED-Tagfahrleuchten akzentuiert werden. das gibt der Front etwas Geheimnisvolles. In der Größe wächst er vom Kompakt-SUV zum Mittelklasse-SUV. Er misst 4,66 Meter in der Länge, 1,66 Meter in der Höhe und 1,86 Meter in der Breite, der Radstand beträgt großzügige 2.755 Millimeter. Das Gepäckvolumen bietet üppige 637 Liter.

Das Fahrwerk unterstützen elektronisch geregelte Dämpfer. Ein Terrain-Mode unterstützt den elektronisch gesteuerten Allradantrieb mit den Extra-Programmen Schnee, Schlamm und Sand. In Korea wird der neue Sportage mit einem 1,6-Liter Turbobenziner mit 180 PS und 270 Nm Drehmoment angeboten. Dazu kommt ein Zweiliter-Turbodiesel mit 186 PS und 425 Nm Drehmoment. Der Benziner kommt als Sechsgang-Handschalter oder Siebengang-Doppelkuppler. In Europa dürften aber vor allem die Hybrid- (HEV) und Plug-in-Hybrid (PHEV)-Antriebe analog zum Hyundai Tucson dominieren.

Nachgelegt wird abermals bei den Info-Diensten der Kia-App und bei der Navigation mit historischen und Echtzeit-Verkehrsdaten sowie Fußgänger-Navigation per Smartphone für die letzte Meile. Auch Over-the-Air-Updates der Software sind möglich. Bei den Assistenzsystemen ergänzt Kia das Programm um einen Spurhaltedienst, einen adaptiven Tempomaten sowie den Totwinkelwarner dazu.

Auch innen wird der Sportage viel moderner: So dominiert das Interieur eine flache Breitband-Screen wie man sie von Daimler oder dem EV 6 und verbindet zwei 12-Zoll-Screens, die mittlere als Touch ausgeführt, unter einer gemeinsamen Scheibe auf dem Armaturenträger informieren. Außerdem sollen sich mehrere Smartphones integrieren lassen und das Rangieren funktioniert per Fernsteuerung – wie es einst Hyundai beim Nexo einführte.

Was bedeutet das?

Wem der Hyundai Tucson zu grell ist, findet bei Kia künftig eine elegante Alternative, die sich sehr stark am 800-Volt-Stromer EV 6 orientiert und einen Riesensprung gegenüber dem Vorgänger bedeutet. Der neue Sportage ist in der premium-angehauchten SUV-Mittelklasse angekommen.

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