KEP: Schaeffler und TH Nürnberg konzipieren E-Lastenrad

Seit März 2017 befindet sich „LEV@KEP“, ein Nachfolgeprojekt des Mikro-Depot-Konzeptes der Technischen Hochschule in Nürnberg im Test.
Ein Pkw-Zulieferer denkt alternativ: Schaeffler setzt auf das Lastenrad als künftiges Transportmittel | Foto: Schaeffler
Ein Pkw-Zulieferer denkt alternativ: Schaeffler setzt auf das Lastenrad als künftiges Transportmittel | Foto: Schaeffler
Gregor Soller

Prof. Dr. Ralf Bogdanski von der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm entwickelt gemeinsam mit dem Autozulieferer Schaeffler eine neue Generation von E-Lastenrädern für die Zustellung von Paketen in urbanen Räumen. Das gab der Wissenschaftler am 7. Juli im Rahmen eines Vortrags auf dem Logistik Forum 2017 in Nürnberg bekannt. Ziel sei laut Bogdanski, ein Light Electric Vehicle für eine nachhaltige Citylogistik zu entwickeln, das den professionellen Ansprüchen der KEP-Auslieferung entspricht. Diese können mit den bisher am Markt vorhandenen Lieferfahrrädern nicht erfüllt werden, wie der Wissenschaftler erklärte. Schaeffler präsentierte bereits auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas ein vierrädriges Cargo-Bike mit Elektroanrieb. Hinsichtlich Größe und Reichweite soll das Fahrzeug nach Unternehmensangaben einem kleinen Pkw ähneln. Neben den täglichen Ansprüchen des Zustellbetriebs soll das Fahrzeug auch auf die speziellen Anforderungen des Mikrodepot-Konzepts zugeschnitten sein.

Entwickelt und getestet werde das neue Lastenrad noch bis Ende 2019, die Serienproduktion sei, so Bogdanski, für Anfang 2020 geplant. Ebenfalls aus dem Mikro-Depot-Konzept entwickelt wurde das Projekt Value@Service, dessen Startschuss ebenfalls Anfang Juli fiel. Hier sollen laut Bogdanski nachhaltige logistische Mehrwertdienste für den Einzelhandel sowie für Apotheken entwickelt werden. Im Fokus stünden Same-Day-Delivery für die untersuchten Handelsbereiche sowie Next-Day-Delivery für den Einzelhandel hin zu überregionalen Kunden. Ebenfalls getestet würden Retourenkonzepte für den Onlinehandel. Partner des Projekts sind laut Bogdanski unter anderem Tiramizoo, DPD sowie Sanacorp.

 

Was haben die Kunden davon?

Eine leichte und umweltfreundliche Alternative zum Pkw, die innerstädtisch sogar schneller vorankommen könnte als dieser.

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