Keine klare Aussage zur Zukunft der E-Klasse-Taxis

Der Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland möchte die Frage, ob der elektrisch angetriebene EQE die E-Klasse mit ihren Verbrennungsmotoren ablösen soll, nicht direkt beantworten.

Die Elektro-Stufenhecklimousine EQE soll auch in den Varianten mit einfacherem Cockpit offenbar höher als die E-Klasse positioniert werden. (Foto: Dietmar Fund)
Die Elektro-Stufenhecklimousine EQE soll auch in den Varianten mit einfacherem Cockpit offenbar höher als die E-Klasse positioniert werden. (Foto: Dietmar Fund)
Redaktion (allg.)
von Dietmar Fund

Nach einer ersten Sitzprobe in der batterieelektrischen Stufenhecklimousine Mercedes-Benz EQE auf der IAA mobility hat die Schwesterplattform von Vision Mobility, taxi heute offiziell beim Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBVD) in Berlin nachgefragt, ob dieses Modell die E-Klasse mit ihren Verbrennungsmotoren ablösen soll. Dort sind auch die Taxi- und Mietwagen-Aktivitäten angesiedelt, bei denen die E-Klasse-Baureihe W 213 noch die führende Rolle spielt.

Diese Frage beantwortete ein Pressesprecher ausweichend mit der einleitenden allgemeinen Bemerkung, man beobachte den Markt im Taxi- und Mietwagengeschäft und gehe auf Veränderungen in dessen Entwicklung und Kundenanforderungen ein. „Neben der wachsenden Nachfrage nach lokal emissionsfreien Antrieben hat auch der Bedarf nach geeigneten Fahrzeugen mit flexiblen Nutzungs- und Platzkonzepten zugenommen und zu einem deutlichen Anstieg des Van-Anteils im Bereich der Personenbeförderung (Taxen, Mietwagen, Shuttledienste) geführt“ heißt es im Antwortschreiben. Es verweist hierzu auf die batterieelektrisch angetriebenen Vans eVito Tourer und EQV, die mit einer Taxiausstattung angeboten werden.

Geantwortet wurde wie folgt:

Im Rahmen unserer Erfahrungswerte und Erkenntnisse in Bezug auf die Städteentwicklung und die Kundenbedürfnisse überprüfen wir gegenwärtig unsere Strategie im Taxigeschäft, um auch in Zukunft dem Taxigewerbe und den Kunden die gewohnt optimalen Angebote machen zu können.“

Man bitte aber um Verständnis, dass dieser Prozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde und man sich darüber hinaus derzeit nicht äußern wolle.

Was bedeutet das?

Auch wenn sie in ihrem zweiten Leben in Südeuropa immer noch als Taxi begehrt und gut für eine Million Kilometer ist: Die E-Klasse mit Verbrenner könnte es künftig schwer haben im Taxi-Portfolio von Mercedes-Benz. 

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