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KBA-Zahlen: BEV legen stark zu - PHEV, SUV und XL-Vans leider auch

Licht und Schatten weist die jüngste KBA-Statistik aus: Zwar legen die reinen Stromer gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel zu. Allerdings verzeichneten auch die umstrittenen Plug-ins starkes Wachstums. Und die SUV-Klasse behauptet sich an der Spitze, Großraumvans legen stark zu, während Kleinwagen und Minis weiter verlieren. 

Im Aufwind: Reine Stromer legen stark zu, auch dank cleverer E-Kleinwagen wie dem Fiat 500e oder dem Opel Corsa-e. | Foto: EnBW
Im Aufwind: Reine Stromer legen stark zu, auch dank cleverer E-Kleinwagen wie dem Fiat 500e oder dem Opel Corsa-e. | Foto: EnBW
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Johannes Reichel

Die jüngste Statistik des Kraftfahrtbundesamts für September 2022 zeigt Licht und Schatten im Hinblick auf eine Antriebswende im Verkehr. Insgesamt verzeichneten die Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) mit 224.816 Einheiten ein Plus von +14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. 142.036 Neuwagen und damit 63,2 Prozent (+13,1 %) wurden für gewerbliche Halter zugelassen, die privaten Zulassungen (36,8 %) stiegen um +16,0 Prozent. Davon entfielen dann immerhin starke 19,7 Prozent der Neuzulassungen auf reine Elektro-Pkw (BEV), wobei hier natürlich neben beliebten E-Kleinwagen auch die zahlreichen E-SUV-Modelle enthalten sind. Mit 44.389 Neuwagen lag diese Antriebsart aber sogar um +31,9 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Noch immer deutlich populärer sind jedoch die Hybride: 68.433 Neuwagen verfügten über einen hybriden Antrieb und führten zu einem Anteil von 30,4 Prozent (+13,8 %), darunter 28.336 Plug-in-Hybride (12,6 %/+24,1 %), die damit deutlich stärker zulegten als die geschlossenen.

Benziner machen noch immer ein Drittel aus, CNG marginal

Zudem legten auch die Neuzulassungen von Pkw mit Benzinmotoren um +2,4 Prozent zu, ihr Anteil betrug noch immer 32,2 Prozent. Die Anzahl dieselbetriebener Pkw stieg sogar gegenüber dem Vorjahresmonat um +21,8 Prozent, ihr Anteil lag allerdings nurmehr bei 17,0 Prozent. Ferner liefen sind die CNG-Autos, obwohl ihre Umweltfreundlichkeit dank vermehrtem Einsatz von Biomethan mit E-Fahrzeugen mithalten kann. Nur ein Anteil von 0,1 Prozent entfiel auf Pkw mit der Kraftstoffart Erdgas (159 Pkw/-16,3 %). 1.274 flüssiggasbetriebene Neuzulassungen führten bei dieser umwelttechnisch zwiespältigen Antriebsart zu einem Plus von +40,6 Prozent und einem Anteil von 0,6 Prozent. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw ging um -4,5 Prozent zurück und betrug 106,6 g/km.

Trauriger Trend verfestigt sich: Groß schlägt Klein

Das Segment der SUVs erreichte im September mit 31,4 Prozent weiter den größten Anteil am Neuzulassungsgeschehen. Es wurden +32,5 Prozent mehr SUVs neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Auf die Kompaktklasse entfiel ein Anteil von 16,0 Prozent (+5,1 %). Das drittstärkste Segment waren die Kleinwagen mit einem Anteil von 12,5 Prozent, wobei die Verluste massiv sind mit -11,6 %. Die deutlichste Steigerung zeigte sich mit +74,5 Prozent bei den Großraum-Vans deren Anteil 2,4 Prozent betrug. Die Obere Mittelklasse legte mit +54,3 Prozent ebenfalls deutlich zu, der Anteil an den Neuzulassungen betrug hier 2,8 Prozent. Zweistellig war das Zulassungsplus auch bei den Sportwagen (1,0 %/+32,8 %), den Utilities (3,5 %/+27,6 %), den Geländewagen (11,4 %/+25,4 %) und der Mittelklasse (10,2 %/ +14,8 %). Mit einem negativen Vorzeichen gingen die Segmente Wohnmobile (1,8 %/-17,4 %), Minis (4,9 %/-9,7 %), Oberklasse (0,9 %/-4,2 %) und Mini-Vans (0,6 %/-2,7 %) aus dem Zulassungsmonat September hervor, wie das Amt weiter aufschlüsselt. 

Polestar geht voll ab, Tesla weiter stark im Aufwind

Für zwei Drittel der deutschen Marken wies die Neuzulassungsstatistik im September Zuwächse aus, die bei Audi mit +71,8 Prozent am deutlichsten ausfielen. Zweistellig zeigte sich das Plus auch bei Mercedes (+46,1 %), VW (+30,2 %), Ford (+21,7 %), Mini (+19,0 %) und Porsche (+15,3 %). Die Marken Smart (-83,1 %) und Opel (-15,5 %) verbuchten zweistellige Rückgänge, BMW (-0,2 %) verfehlte knapp das Ergebnis des Vorjahresmonats. Die anteilstärkste Marke war Volkswagen mit 18,0 Prozent.

Bei den Importmarken erreichte Polestar mit +114,5 Prozent den deutlichsten Zuwachs, gefolgt von Tesla (+73,7 %), Dacia (+71,9 %) und DS (+64,8 %). Auch Skoda (+53,4 %), Land Rover (+48,0 %), Alfa Romeo (+45,8 %) und Peugeot (+19,8 %) erreichten ein zweistelliges Zulassungsplus. Seat (+7,6 %), Jaguar (+3,3 %) und Citroen (+2,2 %) gingen ebenfalls mit positiven Vorzeichen aus dem Berichtsmonat hervor. Zweistellige Rückgänge zeigten sich dagegen bei Suzuki (-55,9 %), Mitsubishi (-41,3 %), Lexus (-40,8 %), Jeep (-33,2 %), Subaru (-30,8 %), Renault (-30,3 %), Volvo (-27,9 %), Honda (-22,9 %) und Hyundai (-11,9 %). Mit einstelligen Rückgängen endete der Zulassungsmonat September für Fiat (-6,5 %), Toyota (-5,1 %), Nissan (-3,9 %), Mazda (-3,6 %) und Kia (-3,0 %). Skoda war mit einem Neuzulassungsanteil von 6,5 Prozent wiederholt die stärkste Importmarke.

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