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Karten aus dem Weltraum sollen autonomes Fahren revolutionieren

Damit autonome Fahrzeuge einwandfrei funktionieren, müssen sie die Daten ihrer Sensoren ständig mit Karten abgleichen. Eine Kooperation arbeitet nun an der Erstellung hochauflösender Karten mit Satellitenbildern, um das autonome Fahren voranzutreiben.

Eine Beispiel-Karte der Tokio-Region aus Satelliten-Perspektive.
Eine Beispiel-Karte der Tokio-Region aus Satelliten-Perspektive.
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Redaktion (allg.)
von Julian Kral

Das Toyota Research Institute-Advanced Development (TRI-AD), der globale Pionier für Weltraumtechnologie Maxar Technologies (Maxar) und der IT-Dienstleister NTT DATA Corporation arbeiten künftig bei der Erstellung automatisierter HD-Karten für autonome Fahrzeuge zusammen. Die Karten sollen dabei auf hochauflösenden Satellitenbildern aufbauen. Dies sei ein wichtiger Schritt um die sogenannte "Automated Mapping Platform" (AMP), eine öffentliche Softwareplattform von TRI-AD, und dadurch die notwendige Technologie für die Zukunft des autonomen Fahrens voranzutreiben.

Autonome Fahrzeuge verwenden eine Vielzahl von Echtzeitsensoren, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Für eine einwandfreie Funktionsweise müssen diese Sensoren mit einer HD-Karte abgeglichen werden. Laut TRI-AD-Analyse decken HD-Karten derzeit allerdings weniger als ein Prozent des globalen Straßennetzes ab. Bevor autonome Fahrzeuge zu einer gängigen Mobilitätstechnologie werden können, ist es daher notwendig, die Kartenabdeckung von Stadtgebieten und Landstraßen auszudehnen. Eine aus Satellitenbildern erstellte HD-Karte ermöglicht es der Fahrsoftware, mehrere Datenquellen miteinander zu vergleichen sowie dem Fahrzeug Signale zu geben. Das soll die Fahrt sicher gestalten.

„Die jüngsten Fortschritte in der Elektronik und Luft- und Raumfahrttechnik ermöglichen höhere Auflösungen und häufigere Aktualisierungen der Bilder aus Satelliten-Anlagen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, autonomes Fahren für alle zu revolutionieren.” - Mandali Khalesi, Vizepräsident für Automatisiertes Fahren am TRI-AD

Die Kooperationspartner arbeiten gemeinsam an einer Machbarkeitsstudie, um Satellitenbilder in fahrzeugfreundliche HD-Karten zu verarbeiten. Auf der Grundlage von Maxars Cloud-basierter Geospatial Big Data Plattform (GBDX) werden Bilder aus der optischen Satellitenbild-Bibliothek von Maxar in die Algorithmen von NTT DATA eingespeist. Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) werden dabei jene Informationen extrahiert, die für das Erstellen eines detaillierten Straßennetzes erforderlich sind.

Auf dieser Basis soll TRI-AD schließlich die HD-Karten zur Verfügung stellen können, die dann aus der Cloud in erste Toyota-Testfahrzeuge geliefert werden. Die Gruppe konzentriert sich zunächst darauf, eine automatisierte HD-Karte für ein vordefiniertes Gebiet der Metropolregion Tokio zu erstellen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, automatisiertes Fahren zukünftig auf allen Straßen zu unterstützen.

Fotos: NTT DATA / MAXAR TECHNOLOGIES / TRI-AD

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