Juice: Überraschende Neuheiten der Ladetechnikprofis

Am Starnberger See verkündete Juice diverse Neuheiten - nicht nur technischer, sondern auch struktureller Art.

Am Starnberger See gab Juice die Gründung der Europa-Zentrale in München bekannt. | Foto: G. Soller
Am Starnberger See gab Juice die Gründung der Europa-Zentrale in München bekannt. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Juice ist bekannt dafür, seine Ladetechnik Schritt für Schritt zu erweitern und baut sein Programm sukzessive aus. Letzte Technik-News: Eine Nummernschilderkennung für die Wallboxen, womit für den Nutzer die Authentifizierung entfällt. Dazu kommt die Möglichkeit, an öffentlich zugänglichen Säulen einfach mit Kreditkarte zu bezahlen und last but not least haben die Schweizer auch eine Temperaturüberwachung eingeführt, was laut Firmengründer Christoph Erni durchaus nicht ganz einfach ist, da man die Temperatur im Idealfall „direkt am Stecker abnehmen, gleichzeitig aber einen Respektabstand zu diesem halten muss, damit kein falscher Funke überspringt.“ Doch der Erfolg des Systems gibt Erni Recht: Mittlerweile konstruieren die Schweizer die Temperaturüberwachung für sämtliche Anschlussarten auf aller Welt.

Womit wir gleich bei der nächsten Neuerung sind: In München haben die Schweizer ihre neue Europa-Zentrale gegründet, was strukturelle und bilanzielle Gründe hat, da die Schweiz nach wie vor kein EU-Staat ist – und da die meisten OEMs in Europa sitzen, bedeutet das mitunter großen (unnötigen) Aufwand beim Verzollen der Juice-Produkte. Und warum ausgerechnet München?

Für Philipp Erni, bei Juice Head of Marketing sprechen dafür mehrere Gründe: Die bayerische Landeshauptstadt ist mit dem Flughafen international gut angebunden, was auch für Zug und Autobahn gilt, außerdem sind viele Start-ups vor Ort, darunter auch die Designabteilungen chinesischer OEMs und natürlich BMW. „Und in die Schweiz ist es natürlich auch nicht so weit“, schiebt er lachend hinterher.

Die ganzen News betteten die Ernis in eine kleine, aber feine Präsentation im „familiären Kreis“ am Starnberger See ein, wo ein Wettbewerb der bekanntesten E-Youtuber, „Carmaniac“, „Elektrisiert“ und Petr Mára für Kurzweil sorgte. Sie mussten sich beim Surfen mit den elektrischen Boards von Waterwolf beweisen, anschließend eine Juice-Wallbox installieren, was laut Juice binnen drei Minuten zu schaffen ist und anschließend beim „Adapterkabel-Boccia“ Punkte sammeln. Ebenfalls vor Ort war Nio mit dem ES 8, diverse E-Motorräder und Elektroboote, mit denen man abends noch eine leise Ausklangrunde auf dem Starnberger See drehen konnte.

Was bedeutet das?

Klein, aber fein und dezent aber durchdacht wie immer entwickelt sich die Firma Juice weiter – zum Komplettanbieter von smarter Ladetechnik inklusive echtem und Echtzeit-Grünstrom.

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