Juice Technology AG expandiert auf die iberische Halbinsel

Die Schweizer Ladetechnikprofis gründen die Tochtergesellschaft Juice Iberia S.L. mit Standort in Málaga, Spanien.

Juice setzt die welteite Expansion auch in Europa fort, wo man auf der iberischen Halbinsel eine eigene Tochter gegründet hat. | Foto: Juice Technology AG
Juice setzt die welteite Expansion auch in Europa fort, wo man auf der iberischen Halbinsel eine eigene Tochter gegründet hat. | Foto: Juice Technology AG
Gregor Soller

Auch wenn der Aufbau der Ladeinfrastruktur in Spanien und Portugal noch nicht soweit fortgeschritten ist wie in den „Musterstaaten“ Niederlande und Norwegen, expandiert Juice jetzt auf die iberische Halbinsel. Dort startet man im Parque Tecnológico de Andalucía am Technologiestandort Málaga. Der beherbergt laut Juice mehr als 600 auf Technologie spezialisierte Unternehmen, darunter internationalen Firmen wie Dekra, Google, Oracle, IBM und Siemens. Nicht zuletzt aufgrund dieses Umfelds wurde hier der Standort für den Hauptsitz der neuen Tochtergesellschaft Juice Iberia gewählt.

Mit der Ausweitung des Engagements unterstreicht Juice nach eigenen Angaben die Bedeutung des spanischen und portugiesischen Marktes. Mit den Zielen der spanischen Regierung im Rücken, die Elektromobilität im Rahmen eines Konjunkturprogramms zu fördern, damit bis 2023 eine Viertelmillion und bis 2030 fünf Millionen BEVs auf den Straßen unterwegs sind, sieht Juice auch dort die Zeit für einen Markteintritt gekommen. Christoph Erni, CEO und Gründer der Juice Technology AG erklärt dazu:

Politik und Wirtschaft setzen nun die richtigen Zeichen. Mit dem Etappenziel von 250.000 Elektrofahrzeugen bis 2023 hat sich Spanien ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Damit dieses Ziel verwirklicht werden kann, wird eine Ladeinfrastruktur auch außerhalb der Metropolregionen, insbesondere an den Wohn- und Arbeitsorten, benötigt.“

Aktuell existieren in Spanien lediglich 8.400 öffentliche Ladepunkte, die meisten davon sind in den Metropolregionen zu finden. Für den angestrebten Ausbau auf 100.000 Ladepunkte bis 2023 engagieren sich Energieversorger, Einzelhandelsketten sowie Joint Ventures von Petrochemiekonzernen und Fahrzeugherstellern. Manuel Balzer, Managing Director Juice Iberia, ergänzt dazu:

„Die Rahmenbedingungen für eine rasante Entwicklung der Elektromobilität in Spanien sind günstig. Das Land verfügt über eine effiziente Telekommunikations- und eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Hinzu kommt die Offenheit der Bevölkerung gegenüber der Digitalisierung und Innovationen.“

Manuel Balzer baut derzeit das Team in Spanien auf. Der ausgewiesene Sales Management und Marketing Leader mit Erfahrung bei der Recruiting-Plattform indeed und bei IT-Riesen wie Dell und Microsoft entdeckte beim spanischen Hersteller Wallbox Chargers seine Liebe für die Elektromobilität. Dort war er zuletzt als Country Manager tätig. Dank seiner profunden Kenntnisse von Land, Kultur, Sprache und Gepflogenheiten im Geschäftsleben qualifizierte sich Balzer für den Aufbau auf der Iberischen Halbinsel. Juice Iberia S.L. startet mit einem vierköpfigen Team am Technologie-Hotspot Parque Tecnológico de Andalucía in Málaga. Im Angebot ist die gesamte Produktpalette von Juice.

Was bedeutet das?

Auf der iberischen Halbinsel besteht durchaus noch Aufholbedarf beim Ladenetz. Das könnte in den nächsten Jahren nochmal massiv wachsen, weshalb sich Juice auch dort direkt vor Ort positioniert.

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