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Juice Phaser: Ladezeiten mit Wechselstrom drastisch verkürzt

Mit dem Juice Phaser lassen sich einphasig ladende E-Autos schneller aufladen.

Den "Phaser" gibt es in zwei Farben: weiß oder schwarz. | Foto: Juice Technology
Den "Phaser" gibt es in zwei Farben: weiß oder schwarz. | Foto: Juice Technology
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Gregor Soller

Juice-Inhaber Christoph Erni ist bekannt für seine pragmatischen und durchdachten Ansätze. Zuletzt trieb ihn die Frage um, wie er die Ladezeiten einphasig ladender E-Autos schneller laden können, ohne dabei den Hausanschluss zu überlasten. Denn die Autohersteller sparen Kosten, in dem sie nur einphasige Lader in den Fahrzeugen verbauen. Leidtragende sind die Konsumenten, die zu Hause nicht mehr als 16 Ampere auf einer Phase laden dürfen. Viele Modelle wie der Jaguar I-Pace, Nissan Leaf, Hyundai Ioniq und Kona, Kia Soul und e-Niro, Opel Ampera-E und viele andere Elektroautos könnten am normalen Stromnetz bisher nur einphasig laden. Und das kostet Zeit -  beim Opel Ampera-E beispielsweise 15 Stunden benötigt, bis das Auto voll ist. Schneller ging es bislang nur mit Gleichstrom, die Ladestationen dafür kosten aber zehn- bis zwanzigmal so viel wie jene für Wechselstrom. Als Preisziel nennen die Schweizer auf Nachfrage einen Betrag von "unter 1.000 Euro". 

Deshalb ersann Erni den „Phaser“. Angeschlossen an eine übliche Drehstromdose mit 16 Ampere (CEE16 rot), liefert dieses Gerät 25 Ampere zur einphasigen Ladung. Und statt nur 3,7 kW fließen nun 5,8 kW – und das erst noch völlig konform mit den vorgeschriebenen Schieflast­beschränkungen. Hier geht es auch um eine Schieflastvermeidung: Fast jedes Land in Europa schreibt vor, dass Schieflasten (Bezug nur auf einzelnen Phasen) von mehr als 16 Ampere untersagt sind. In Deutschland liegt die Grenze aktuell noch bei 20 Ampere, die Anpassung auf 16 Ampere ist jedoch bereits beschlossen. Und: Viele Gebäude sind mit 25 Ampere abgesichert. Die für das E-Auto-Laden zur Verfügung stehende Anschlussleistung beträgt also höchstens 16 Ampere, da in der Regel auch andere Verbraucher im Haus mitlaufen. Der Phaser erfüllt diesbezüglich alle Anforderungen, zieht nie mehr als 16 Ampere und liefert trotzdem 25 A. Damit werden die Ladezeiten annähernd halbiert.

Zurück zum oben angeführten Opel Ampera-E: Der kann so in gut neun Stunden wieder vollgeladen werden. Damit genügen Arbeitstag oder Nachtruhe, um auch einphasig ladende Autos mit großen Akkus (und entsprechenden Reichweiten) günstig vollzuladen. Und natürlich hat sich Juice auch Gedanken zu Komfort und Sicherheit gemacht: Der Juice Phaser ist vorbereitet für den Einsatz mit der meistverbreiteten mobilen Ladestation der Welt, dem Juice Booster 2. Die Kombination dieser beiden Geräte bietet ein störungsfreies Paket, das sowohl CE- wie EMV-konform ist. Der Juice Phaser ist direkt an eine CEE16-Dose oder direkt an das Stromnetz anschließbar, wasserdicht und somit für den Innen- und Außeneinsatz geeignet.

Was bedeutet das?

Mit steigenden Batteriegrößen ziehen sich die Ladezeiten zunehmend in die Länge, sofern man das weiter an der hauseigenen Steckdose tun möchte. Juice hat jetzt eine pragmatische Lösung gefunden, diese Ladezeiten dramatisch zu verkürzen.

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