Juice: Neuer Hub für public charging

Mit der neuentwickelten Standsäule erweitern die Schweizer ihr Portfolio und zugleich den möglichen Kundenkreis auf Kommunen und regionale Betreiber öffentlicher Standorte.

Ein Anschluss unter dieser Nummer: Der Hub public erweitert das Spektrum von Juice auf den öffentlichen Bereich und verfügt über eine direkte Netzabnahmeoption. | Foto: Juice
Ein Anschluss unter dieser Nummer: Der Hub public erweitert das Spektrum von Juice auf den öffentlichen Bereich und verfügt über eine direkte Netzabnahmeoption. | Foto: Juice
Johannes Reichel

Der schweizer Ladeinfrastrukturanbieter Juice Technology AG hat das Portfolio seines Modells Charger 2 erweitert um eine komplett neu entwickelte Standsäule mit integriertem Anschlusspunkt zur direkten Netzabnahme am öffentlichen Stromnetz. Mit dem sogenannten Juice Hub public sei es Stadtwerken und öffentlichen Einrichtungen nun möglich, ihren Kunden einen umfassenden Ladeservice zu bieten, ohne dabei komplizierte und kostenintensive Zusatzinstallationen durchführen zu müssen, skizziert der Hersteller den Hauptvorteil.

Der Hub public verfügt über einen direkten Netzanschluss nach VDE AR-N-4100 und bietet unter der Stele ebenfalls Raum für eine problemlose Installation des Erdungspfahls. So ließen sich Platz und erhebliche Zusatzkosten sparen, es entfällt sowohl die zusätzliche Anbringung eines Verteilerschranks neben den Ladestationen wie auch die kostspielige wasserdichte Versenkung eines Verteilkastens unterflur. Den Hub public gibt es als Zweier- oder Vierersäule (twin oder quad). Wird kein direkter Netzabnahmepunkt benötigt, ist auch eine Mono- und Twin-Version ohne Netzanschluss erhältlich.

„Der Juice Hub public hebt das öffentliche Laden auf ein neues Niveau und bietet ein grossartiges Preis-Leistungsverhältnis bei Ladestationen, die direkt ans öffentliche Stromnetz angeschlossen werden können. Dabei muss man nicht auf zeitloses Design und zuverlässige Funktionalität verzichten“, wirbt Christoph Erni, Gründer und CEO der Juice Technology AG weiter.

Die Voraussetzung für eine saubere Abrechnung und den Einsatz im öffentlichen Bereich ist ein EHZ-Drehstromzähler. Dieser könne individuell, nach eigenen Vorgaben ausgewählt und direkt in die Stele eingesetzt werden. Die Zahlung soll mit allen verbreiteten Zahlungsmöglichkeiten auch kontaktlos via Kreditkarte und den jeweiligen Juice-Erweiterungen möglich sein. Über eine Anbindung durch die Wilken Software Group sei eine Abrechnung eigener Ladestromverträge über die Microsoft Business Central-basierte und branchenweit etablierte Lösung NTS.suite und ENER:GY möglich. Die Ladesäule verfüge dann ebenfalls über einen diskriminierungsfreien Zugang zum Ladepunkt durch eRoaming über das intercharge-Netzwerk und kontaktlose Kartenzahlung über einen Payment Service Provider, schreibt der Hersteller weiter. Mit den Stadtwerken Schifferstadt habe man bereits einen Referenzkunden für den Infrastrukturausbau mit dem neuen Modell gewinnen können:

„Für uns als Stadtwerke müssen die Ladestationen jedoch bestimmte Besonderheiten in Bezug auf das Abrechnungssystem erfüllen, die herkömmliche Ladesäulen nicht haben", schildert der Schifferstädter Projektverantwortliche Gerd Baumann die Problematik.

Man habe hier mit dem Hersteller-Team zusammen eine Lösung entwickelt, die genau diese Marktlücke füllt, so Baumann. Die Ladesäulentechnik und das Design der Juice-Lösungen seien dagegen ohnehin überzeugend gewesen. In Zusammenarbeit mit der KIK-S GmbH und der Wilken Software Group wird dieses Projekt aktuell umgesetzt. „Wir waren auf der Suche nach einem innovativen Partner, der anders denkt und auch mal ungewöhnliche Wege geht. Und so haben wir bereits einige Projekte erfolgreich initiieren können“, berichtet Daniel Paulmaier, Geschäftsführer der KIK-S GmbH aus der Genese des Projekts.

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