Juice: Leichte Ladeoption fördert den Einstieg

Der Anbieter eines mobilen Ladesystems sieht nach einer Umfrage unter Nutzern die Einstiegsschwelle in die E-Mobilität mit seinem Gerät abgesenkt und hält den Zugang zu simplen Lademöglichkeiten für einen Schlüsselfaktor.

Booster für die E-Mobilität: Der Anbieter der mobilen Ladestation Juice hält einfache Lademöglichkeiten für einen Schlüsselfaktor. | Foto: Juice
Booster für die E-Mobilität: Der Anbieter der mobilen Ladestation Juice hält einfache Lademöglichkeiten für einen Schlüsselfaktor. | Foto: Juice
Johannes Reichel

Der Schweizer Hersteller von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge Juice sieht die Akzeptanz der Elektromobilität durch das Vorhandensein einfacher Lademöglichkeiten gestärkt. Systeme wie der vom Anbieter entwickelte "Booster 2", mit denen sich E-Autos auch an herkömmlichen Haushalts- oder Industriesteckdosen wie an einer Ladestation laden lassen, könnten dazu beitragen, dass die Elektroautos einerseits häufiger genutzt werden, zum anderen auch die Anschaffung leichter fällt. Das legt zumindest eine Umfrage nahe, die der Hersteller mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) durchgeführt hat.

Insgesamt wurden 5000 Personen (mit einem Rücklauf von 11,26 Prozent) unabhängig von soziodemografischen Merkmalen, online, mittels quantitativem Fragebogen, in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt, die eine mobile Ladestation (Juice Booster 2) der Juice Technology AG in Verwendung haben. 85 Prozent der Juice-Booster-2-Nutzer hätten bestätigt, dass sich der Besitz der mobilen Ladestation positiv auf die Entscheidung auswirke, auf Verbrennerfahrzeuge zu verzichten, wie der Anbieter skizziert. Für BEV-Nutzer sei besonders die zeit-, orts- und anschlussunabhängige Lademöglichkeit von ausschlaggebender Bedeutung. 53 Prozent der Befragten bestätigten, dass sie auf die Nutzung von Verbrennerfahrzeugen vollständig verzichten, wenn die mobile Ladestation zur Verfügung steht. Auch die restlichen 47 Prozent hätten die Nutzung reduziert, die Hälfte davon sogar erheblich. Gemäss der Befragung sinke durch die Verfügbarkeit des Juice Booster 2 zudem die Reichweitenangst bei 90 Prozent der Elektroautofahrer.  

Aus Sicht von Christoph Erni, Gründer und CEO der Juice Technology bestätige die Studie, dass Lösungen wie der Booster 2 zu einem Umstieg auf Elektrofahrzeuge beitragen könnten.

"Damit umgehen wir die Diskussion um das Henne-Ei-Problem, ob nun erst mehr Elektrofahrzeuge genutzt werden müssen, damit es sinnvoll ist, die Ladeinfrastruktur auszubauen oder ob zuerst eine vernünftige Ladeinfrastruktur vorhanden sein muss, um die Nutzung von Elektrofahrzeugen zu fördern. Uns ist klar, dass die Ladeinfrastruktur ausschlaggebend ist", kommentierte der CEO.

Die Verfügbarkeit einer mobilen Ladestation führe zu einer Erleichterung der Anschaffung und Nutzung von Elektrofahrzeugen und in der Folge zu CO2-Einsparungen, meint Erni. Diesen Zusammenhang zwischen Lademöglichkeit und CO2-Emissionen sieht auch Prof. Dr.-Ing. Andreas Heinzelmann von der ZHAW bestätigt.

 

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