Jeep: Drei neue Stromer

Dem Avenger, dessen Montage gerade im polnischen Tychy anläuft, sollen die vollelektrischen Modelle Recon und ein neuer Wagoneer folgen – alle in eher dezentem Design.

Den Anfang wird der kompakte Avenger machen, dessen Montage aktuell im polnischen Tychy anläuft. | Foto: Jeep
Den Anfang wird der kompakte Avenger machen, dessen Montage aktuell im polnischen Tychy anläuft. | Foto: Jeep
Gregor Soller

Jeep startet ins E-Zeitalter: Man beginnt mit dem 4,08 Meter kurzen Avenger, der mit Zweirad- und Allradantrieb kommen soll – bevorzugt in Europa, nicht in den USA. Öffentlich präsentiert wird der Neuling auf dem Pariser Autosalon am 17. Oktober. Ein paar Daten sind auch schon bekannt: Er soll bis zu 400 km Reichweite bieten und steht nicht wie gedacht auf der Plattform eCMP (auf der auch der DS3 e-Tense, der Opel Mokka-e oder Peugeot e-2008 & Co. basieren), sondern könnte entweder auf deren Weiterentwicklung oder gar schon auf der STLA Small basieren, wie Jeep-Chef Christian Meunier bei einem Online-Event im Vorfeld durchblicken ließ. Hier hält man sich mit konkreten Aussagen allerdings bisher zurück. Auch die STLA Small bleibt bei einer (günstigeren) Systemspannung von 400 Volt und bekommt Antriebsachsen (Electric Drive Units, EDU) mit je 70 kW; zwei davon also 140 kW liefern. Es könnte aber auch eine EDM mit 125 bis 180 kW eingesetzt werden. 

 

Ebenfalls bestätigt wurde der „Recon“, ein Elektro-Offroader der Mittelklasse, der vor allem gegen den Ford Broncho zielt – und auch optisch deutlich näher am Ford als am Wrangler ist. ER soll das Urgestein nicht ersetzen, aber kann Dach und Türen auch „abwerfen“. Er dürfte auch Offroad viel können und den anspruchsvollen Rubicon Trail schaffen – bei Jeep Gütesiegel für Geländetauglichkeit. Das elektrische "Jeep Selec-Terrain"-Traktionsmanagement fährt elektrische Differentialsperren auf, dazu einen stabilen Unterbodenschutz und für Notfälle einen Abschlepphaken. Gespannt sein darf man auf das "One-Touch-Powertop" - ein elektrisch bedientes Verdeck.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Topmodell wird der Wagoneer S, dessen Produktion 2024 in Nordamerika starten soll. Er soll amerikanischen Luxus neu definieren und fällt vor allem am Dach mit einer spannenden Linie auf. Neben dem rein elektrischen Wagoneer wird es in den USA ab 2024 auch Plug-in-Hybrid-Versionen als 4xe geben.

Was bedeutet das?

Jeep stellt jetzt zügig um: Bis Ende 2025 will man vier neue Elektro-SUVs im Programm haben: Bis 2030 sollen alle in Europa verkauften Jeep-Fahrzeuge Elektroautos sein; in den USA soll das auf 50 Prozent der Verkäufe zutreffen. Auf die Akzeptanz der Kunden darf man gespannt sein – auch auf die Zukunft von Renegade, Compass, Cherokee, Grand Cherokee und Wrangler. Beim Design entwickelt sich Jeep bei allen gezeigten Stromern allerdings eher Richtung "Mainstream". 

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