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Japan will Feststoffbatterien voranbringen

Laut dem Wirtschaftsblatt „Nikkei“ hat sich in Japan ein Firmenkonsortium mit der Regierung zusammengetan, um die Entwicklung der Festkörperakkus voranzutreiben.

Winke winke Welt: Japan plant durch die Bündelung der Kräfte, die Entwicklung von Feststoffakkus zu beschleunigen - und Konkurrenten so abzuhängen. | Foto: Unsplash/Alain Pham
Winke winke Welt: Japan plant durch die Bündelung der Kräfte, die Entwicklung von Feststoffakkus zu beschleunigen - und Konkurrenten so abzuhängen. | Foto: Unsplash/Alain Pham
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Gregor Soller

Japan macht Druck in Sachen Feststoffbatterieentwicklung, die als zukunftsträchtige Technologie im Akkubereich gilt. An dem neuen Bündnis, an dem unter anderem die Fahrzeughersteller Toyota, Nissan, Honda, Panasonic sowie GS Yuasa beteiligt sind, will noch im Mai 2018 zusammen mit dem Forschungszentrum Libtec ein Projekt aufsetzen, das von der japanischen Regierung mit 16 Milliarden Yen (knapp 11 Mio Euro) unterstützt wird. Die Hoffnung ist, dass die Halbleiter-Batterietechnologie das Potenzial hat, im Vergleich zu den aktuell gern verwendeten Lithium-Ionen-Batteriezellen eine höhere elektrische Reichweite bei mehr Sicherheit und Leistung zu bieten.

Toyota arbeitet bereits seit längerem an der sogenannten Solid-State-Batterie-Technologie und wollte die Entwicklung auf eigene Faust vorantreiben. Nachdem auch Honda und die Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi bekanntgab, das Thema Festkörperbatterie voranzutreiben. Die Bündelung der Entwicklung soll die Kommerzialisierung der Feststoffakkus vorantreiben. Die sollen künftigen Elektrofahrzeugen ab 2025 Reichweiten von 550 Kilometer und 2030 sogar bis zu 800 Kilometer ermöglichen.

Hintergrund ist laut Nikkei auch der Druck Chinas und Koreas: Noch 2013 dominierte Japan den Akkusektor für Mobilität mit 70 Prozent Marktanteil, 2016 lag er noch bei 41 Prozent. Im gleichen Zeitraum erhöhten China und Korea ihren Weltmarktanteil von 3 auf 26 Prozent. Mit dem Konsortium möchte Japan schneller voranschreiten und im Idealfall auch die Standards für die Feststoffakkutechnik setzen.

Was bedeutet das?

Die Bündelung der Kräfte könnte die Feststoffbatterie in Japan schneller voranbringen. Sollten sich die getroffenen Prognosen bezüglich Sicherheit und vor allem Reichweite bewahrheiten, wäre das eine kleine Revolution für die Elektromobilität.  

 

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